Fake-Microsoft-Mitarbeiter stahlen Frau Tausende Euro

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Auf einen Anruf von einem vermeintlichen Mitarbeiter der Firma Microsoft fiel jetzt eine 50-Jährige aus dem Bezirk Gmünd herein. Es handelte sich um Betrüger, mehrere tausend Euro sind futsch.
Auf eine besonders gemeine Masche fiel jetzt eine 50-Jährige aus dem Bezirk Gmünd herein: Ein Betrüger, der sich auf Englisch als Mitarbeiter der Firma Microsoft ausgab, rief die Frau am Festnetz an, machte ihr weis, auf ihrem Laptop befinde sich Schadsoftware.

Auf das Angebot, ein "kostenloses Sicherheits-Service" zu machen, ging die Frau ein, installierte auf Bitte des Betrügers den "Team Viewer" auf ihrem PC, der es möglich macht, Computer aus der Ferne zu steuern.

Betrüger tätigte 22 Überweisungen

"Dieses Programm ist als kostenlose Version im Internet verfügbar und muss nicht einmal auf dem PC installiert werden. Es ist eine sogenannte Fernwartungs-Software und dient der Hilfe bei PC-Problemen. Dabei kann einem Servicetechniker der komplette Zugang zum eigenen Computer ermöglicht werden", führt das Bezirkspolizeikommando Gmünd aus.

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Weil das Service den ganzen Tag und auch noch am Tag darauf nicht abgeschlossen war, ließ die Frau das Handy sowie den Laptop zuhause zurück und ging zur Arbeit, wo sie eine ihrer Kolleginnen auf den Betrug aufmerksam machte.

Die 50-Jährige nahm daraufhin Einsicht in ihr Bankkonto, von dem in der Zwischenzeit bereits 22 Überweisungen getätigt worden waren. Mehrere tausend Euro waren weg.

Polizei warnt: "Gespräche sofort beenden"

"Das Bezirkspolizeikommando Gmünd warnt aufgrund dieses Vorfalles noch einmal entschieden vor dieser Art des organisierten Betruges. Gespräche mit angeblichen 'Microsoft Mitarbeitern' am besten sofort beenden. Keinesfalls auf die Forderungen eingehen, denn die getätigten Überweisungen können in vielen Fällen nicht mehr rückgängig gemacht werden", rät die Exekutive. (nit)

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