Falsche Rollstuhlfahrerin täuschte Überfall vor

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Die Geschichte der angeblich gehbehinderten Gabriela S., die auf dem Heimweg von der Bank in Wien-Ottakring von zwei Jugendlichen überfallen worden sei, hat Anfang April die Herzen der Wiener erweicht. Jetzt kam die Ernüchterung: Die Frau hatte ihre Behinderung ebenso wie den Überfall nur vorgetäuscht.

, hat Anfang April die Herzen der Wiener erweicht. Jetzt kam die Ernüchterung: Die Frau hatte ihre Behinderung ebenso wie den Überfall nur vorgetäuscht.

Am 1. April erstattete eine angeblich im Rollstuhl sitzende Frau bei der Polizei Anzeige, weil sie in der Thaliastraße von zwei ausländischen Jugendlichen überfallen worden sei. Die 42-Jährige habe sich auf dem Heimweg von der Bank befunden und ihre Miete in bar bei sich gehabt.

Eine Welle des Mitgefühls erfasste die Wiener, eine Spendenaktion wurde ins Leben gerufen. Der Betreiber eines privaten Sicherheitsdienstes kontaktierte "Heute.at" und bot sogar an, der Dame einmal im Monat für ihre Bankgänge einen kostenlosen Leibwächter zur Verfügung zu stellen.

Aprilscherz oder verfrühtes Osterwunder?

Am Karfreitag kam die Ernüchterung: Im Zuge der Ermittlungen sahen sich die Beamten die Überwachungsbilder der Bank an. Zu ihrer Verwunderung erblickten sie darauf die angeblich an den Rollstuhl gefesselte Frau, wie sie völlig unbeeinträchtigt in das Geldinstitut spaziert und Geld abhebt.

Mit den Bildern konfrontiert, legte die Frau schließlich ein Geständnis ab. Sie habe den Überfall erfunden, um ihre ausstehenden Mietschulden bezahlen zu können. Der elektrische Rollstuhl, mit dem sie auch zur erneuten Einvernahme bei der Polizei erschien, dürfte laut Polizeisprecherin Adina Mircioane der Frau gehören, allerdings habe sie diesen zumindest derzeit nicht medizinisch benötigt.

Tageszeitungen reingelegt

Nachdem ihr von einer Tageszeitung bereits ein Geldbetrag übergeben sowie ein Spendenkonto für sie eingerichtet wurde, hielt sie an der Scharade fest. So versuchte sie, weitere Zuwendungen abzukassieren. Gabriela S. wurde wegen Vortäuschung einer gerichtlich strafbaren Handlung angezeigt.

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