In ganz Wien finden sich immer wieder "Parkplatzleichen", also Autos, die monatelang am Straßenrand stehen und niemandem abzugehen scheinen. Normalerweise werden diese Autos, sofern sie kein Parkpickerl haben, irgendwann von der MA48 entfernt und in die Verwahrstelle nach Wien-Simmering gebracht.
Mit der Einführung des Parkpickerls in ganz Wien fliegen jetzt auch in Wien-Floridsdorf verwaiste Fahrzeuge auf. Einen besonders kuriosen Fall gibt es in der Bubergasse bei der Großfeldsiedlung. Dort fiel Anrainern bereits vor zwei Jahren ein französischer Pkw auf. Der Peugeot wurde im Laufe der Jahre immer staubiger, ging aber niemandem ab.
"Offenbar war mit den Papieren alles in Ordnung, denn es geschah bis zur nunmehrigen Einführung des Parkpickerls gar nichts. Jetzt aber war der 'Franzose' eines der ersten Autos, die ein Strafmandat unter den Schreibenwischer gesteckt bekamen", so Anrainer Dieter W. zu Alt-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek vom Wiff.
Mittlerweile wurde das Auto bereits mehrmals abgestraft, drei Strafzettel stecken schon an der Scheibe. Die Polizei blockierte ein Vorderrad mit einer Radklammer, klebte einen Meldeauftrag an die Scheibe. "Da der Fahrzeughalter offenbar schon seit 2020 'abgängig' zu sein scheint, wäre es wohl an der Zeit, erstens: Den Wagen durch die MA 48 abschleppen zu lassen – und zweitens: Anhand der Kennzeichen über die französische Polizei den Eigentümer und eventuell dessen Aufenthaltsort ausforschen zu lassen", rät Schimanek. Meldet sich der Lenker nicht, wird das Auto demnächst abgeschleppt.