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Federer scherzt über den Akzent von Dominic Thiem

Roger Federer eilt Dominic Thiem in der Serena-Debatte zur Hilfe. Er scherzt dabei über seinen österreichischen Akzent.

Heute Redaktion
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Dominic Thiem brach in Paris eine Pressekonferenz ab. Die Aktion schlägt hohe Wellen. Superstar Roger Federer eilt ihm zur Hilfe. In den USA wurde er in einer Talkshow zerrissen.

Der Hintergrund



Superstar Serena Williams schied bei den French Open aus. Die Amerikanerin war sauer, wollte das Gelände so schnell wie möglich verlassen. Sie bat um eine frühere Pressekonferenz. Dominic Thiem war Leidtragender. Er wurde aufgefordert, länger zu warten.

"Ich bin doch kein Junior mehr", schnaubte der Niederösterreicher und brach die PK vorzeitig ab. Mancherorts, so auch in Übersee, wurde aus Thiems Ärger über die Verschiebung ein Sexismus-Skandal konstruiert.

Thiem zählt zu den Stars des Turniers. Ist die Nummer vier der Welt. Ist Mitfavorit auf den Titel. Dass er sich von den Veranstaltern wünscht, dass an Vereinbarungen festgehalten wird, ist nur allzu verständlich.

Trotzdem muss sich der 25-Jährige harte Kritik anhören. In der Talkshow "The View" zerriss ihn sogar Hollywood-Schauspielerin Whoopi Goldberg: "Hör gut zu: Niemand weiß, wer du bist. Du bist vielleicht ein großer Name in der Tennis-Welt, aber das ist eine große Sache! Die Leute wollen wissen, warum Serena so früh ausgeschieden ist. Sei kein Dummkopf, gib nicht ihr die Schuld."

Federer hilft Thiem, zieht ihn aber auch auf:



Indes eilte ihm Superstar und Tennis-Kollege Roger Federer zur Hilfe. Journalisten fragten Federer: "Und was sind Ihre generellen Gedanken an so eine Situation, die einem Weltranglisten-Vierten passiert, der ein..." – Federer warf ein: "... ja, ein Superstar ist. Männlicher Superstar. Ich weiß nicht, was da falsch gelaufen ist, aber etwas muss passiert sein. Ich denke, dass der Spieler, der noch immer im Turnier ist, die Priorität hat. So sehe ich das."

"Wenn ich heute gegen Mayer verloren hätte, hätte ich ihn zuerst gehen lassen oder ihn entscheiden lassen, wann er gehen will. Mein nächstes Match (als Verlierer, Anm.) ist dann weit, weit weg. Vielleicht hätte man Serena Williams in der Garderobe warten lassen sollen, nicht im Pressezentrum. Ich verstehe Dominics Frustration."

Federer konnte sich einen nett gemeinten Seitenhieb gegen Thiem nicht verkneifen: "Wir haben gerade erst darüber gescherzt. In dem Moment war es sicher unverständlich. Aber wie er es (auf Englisch, Anm.) gesagt hat, war großartig. Ich liebe seinen Akzent. Auch seinen deutschen Akzent übrigens, und das weiß er auch", sagte der Schweizer schmunzelnd.

(SeK)