Finnland: Morddrohungen an Flüchtlinge und Kontrollen

Sollte es zu keiner europaweiten Lösung der Flüchtlingskrise kommen, werde Finnland die Grenze zu Schweden schließen. Das sagte der finnische Innenminister Petteri Orpo in einem am Montag veröffentlichten Interview. Flüchtlinge wurden von einer fremdenfeindlichen Menschenkette mit Morddrohungen zur Rückkehr nach Schweden gezwungen.

Sollte es zu keiner „europaweiten Lösung der Flüchtlingskrise“ kommen, werde Finnland die Grenze zu Schweden schließen. Das sagte der finnische Innenminister Petteri Orpo in einem am Montag veröffentlichten Interview. Flüchtlinge wurden von einer fremdenfeindlichen Menschenkette mit Morddrohungen zur Rückkehr nach Schweden gezwungen.
Am Wochenende kehrten mehrere Gruppen Flüchtlinge von selbst von Finnland nach Schweden zurück, nachdem sie in Finnland von ausländerfeindlichen Demonstranten bedroht worden.

Laut dem Schwedischen Rundfunk (SVT) befinden sich zwischen 20 und 30 von ihnen, die bereits am Samstag kehrtgemacht hatten, in einer Notunterkunft in Lulea. Sie waren auf der finnischen Seite der Grenze in der Doppelstadt Haparanda/Tornio von einer Menschenkette aus über hundert Demonstranten gestoppt worden, die eine sofortige Schließung der Grenze gefordert hatten. Einige waren laut eigenen Aussagen körperlichen Attacken ausgesetzt. Ihnen wurde angedroht, dass sie umgebracht würden, wenn sie nicht aus dem Land verschwinden würden.

Vergangene Woche nahm Finnland in Tornio Grenzkontrollen auf. Orpo sagte der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag, dazu würden Polizei, Grenzschutz und die Einwanderungsbehörden eingesetzt. Ziel sei es, die vorwiegend irakischen Asylsuchenden zunächst in ein im Norden Finnlands gelegenes Auffanglager nahe der schwedischen Grenze zu bringen.

 

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