Dieser Geister-Schatzjäger hat (k)einen Haken

Im Roguelike-Genre muss man sich von der Konkurrenz abheben, um gesehen zu werden. Flinthook gelingt das mit Bravour.
Die Formel ist unter Indie-Titeln verbreitet: Ein Plattformer mit permanentem Tod, Pixelgrafik und zufällig generierten Umgebungen. Vom selben Schlag ist auch Flinthook von Tribute Games. Allerdings ist der Titel dermaßen liebevoll gestaltet, dass er sich deutlich von der massig vorhandenen Konkurrenz abheben kann.

Geisterhafter Schatzjäger

Flinthook ist ein Geist mit einem ungewöhnlichen Beruf: intergalaktischer Schatzjäger. Der Weltraumpirat verfügt über einen Enterhaken. Dieser ist auch der Dreh- und Angelpunkt des gesamten Spiels. Dank diesem Werkzeug und der praktischerweise in allen Umgebungen reichlich vorhandenen Haken kann man ständig in Bewegung bleiben, um nicht von allerlei hübsch gestalteten Gegnern erledigt zu werden.

Man ist den bizarren Aliens aber nicht schutzlos ausgeliefert – im Gegenteil. Eine Plasmawaffe kann in alle Richtungen gefeuert werden und ist bei richtiger Handhabe in Kombination mit der Zeitlupenfunktion tödlich. Roguelike-typisch sollte man aber nicht übermütig werden und stattdessen Vorsicht walten lassen. Sonst ist ja die ganze Beute weg.

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Ein Leben nach dem Tod

Gnädig: Man muss nicht jeden Run von Null an beginnen. Die Missionen selbst sind bei Versagen futsch, nicht aber die Charakterentwicklung. Flinthooks Gesundheit kann erweitert werden, dazu gibt es auch Upgrades für die Waffe, den Enterhaken, die Bewegungsgeschwindigkeit und diverse Hilfsmittel.

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Bei kluger Aufrüstung des Charakters ist Flinthook nicht allzu schwierig. Das heißt aber nicht, dass es sich um ein Kinderspiel handelt. Mit zunehmender Spieldauer zieht die Schwierigkeitskurve angenehm an.



Nur einer verlässt den Raum lebend

Im Grunde laufen die Missionen immer nach demselben Schema ab: Kopfgeld auswählen, die vorgegebene Zahl an Schiffen ausplündern und den Boss besiegen. Jedes Schiff wird zufällig generiert und bietet immer neu kombinierte Gegner, Belohnungen, Geheimnisse und Raumanordnungen. Betritt man einen Raum kann man ihn erst wieder verlassen, wenn alle Gegner im Staub liegen.

Nach jedem Schiff können diverse Modifikatoren ausgewählt werden. Diese könne bestimmte Gegner erscheinen lassen oder die Schwerkraft an Bord des nächsten Raumschiffs senken. Damit kann man zumindest ein bisschen Einfluss auf die Gegebenheiten der Mission nehmen.

Fazit: Roguelike-Perle

Flinthook hat keinen Haken. Das Gameplay ist wunderbar durchdacht, der Chiptune-Soundtrack verwöhnt die Ohren und die atemberaubende Pixelgrafik macht fast vergessen, dass gefühlt 80 Prozent der Roguelike-Games auf den Retro-Look setzen.

(lu)

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