Florian Kainz: "Hätte Entschuldigung erwartet"

Florian Kainz war am Mittwochabend beim 1:0-Cup-Achtelfinalerfolg des SK Rapid erneut Beschimpfungen der Sturm-Graz-Fans ausgesetzt, auch wenn es diesmal nicht so heiß herging wie am Wochende zuvor. Der Ex-Sturm-Kicker zeigte sich enttäuscht, da sich bis jetzt niemand bei ihm persönlich entschuldigt hat.

Florian Kainz war am Mittwochabend beim des SK Rapid erneut Beschimpfungen der Sturm-Graz-Fans ausgesetzt, auch wenn es diesmal nicht so heiß herging wie am Wochende zuvor. Der Ex-Sturm-Kicker zeigte sich enttäuscht, da sich bis jetzt niemand bei ihm persönlich entschuldigt hat.

Sowohl Kainz als auch sein mit ihm im Sommer zu Rapid gewechselter Teamkollege Robert Beric wurden erneut unter der Gürtellinie beschimpft. Die meiste Wut dürfte sich aber bereits am Wochenende entladen haben, als ein Schweinekopf mit einem Kainz-Trikot, das auch noch angezündet wurde, auf der Grazer Fantribüne gezeigt wurde.

"Für die Familienangehörigen ist es noch schwerer"

Kainz äußerte sich nach dem zweiten Sieg über seinen Ex-Klub innerhalb weniger Tage erstmals zu den Vorfällen. "Da war am Samstag natürlich einiges dabei, was nicht in Ordnung war. Trotzdem habe ich versucht, mich auf das heutige Spiel zu konzentrieren", meinte der 22-Jährige. "Was außerhalb des Feldes passiert, kriegt man im Spiel gar nicht so mit, danach natürlich schon. Wenn man im Internet schaut, ist das überall zu sehen. Das ist für die Medien natürlich ein gefundenes Fressen", so Kainz, der 13 Jahre lang bei Sturm kickte. "Einfach ist es natürlich nicht, für die Familienangehörigen ist es noch schwerer", gab der Steirer zu.

Er hätte sich eine Reaktion seines Ex-Vereins gewünscht. "Was mich ein bisschen enttäuscht, ist, dass sich von Sturm-Verantwortlichen niemand bei mir entschuldigt hat. Ich war lange Zeit bei Sturm und das hätte ich mir schon erwartet. Von den Verantwortlichen muss ja was kommen. Denn meiner Meinung nach kann das nicht so weitergehen. Sonst wird das zur Norm, dass solche Sachen passieren. Aber für mich ist die Sache jetzt auch abgeschlossen nach den zwei Spielen", erklärte Kainz.

Foda: "Sturm hat tolle Fans"

Sturm-Trainer Franco Foda versuchte zu beruhigen. "Das ist nicht ganz richtig. In der Pressekonferenz vor diesem Spiel hat sich der Verein offiziell entschuldigt. Sturm hat tolle Fans, aber es gibt immer den einen oder anderen Ausreißer. Wir haben uns klar positioniert, auch wenn wir uns vielleicht nicht persönlich bei ihm entschuldigt haben", sagte der Deutsche.

Tatsächlich hatte sich der Verein am Dienstag von der Wortwahl und dem Verhalten der Fans öffentlich distanziert. Es sei unklar wie der Schweinekopf ins Stadion gelangen konnte, abnehmen durfte man ihn aus rechtlichen Gründen nicht. "Die Aktion kann einer bestimmten Personengruppe zugeordnet werden. Wir werden der Sache nachgehen und Konsequenzen ziehen", hieß es.

Böllerwerfer mit Stadionverbot belegt

In der zweiten Halbzeit hatte ein lauter Böller die 7.800 Zuschauer im Happel-Oval aufgeschreckt.  Jener Sturm-Fan, der den Knallkörper losließ, wurde nun ausgeforscht und erhält ein bundesweites Stadionverbot. Das teilte Sturm Graz am Donnerstag mit. Außerdem wurden laut den Grazern weitere Stadionverbote nach den Ausschreitungen im Cup-Halbfinale in St. Pölten verhängt. Noch "Schwebende Verfahren" gibt es nach Randalen beim Cup-Auftritt in Vöcklabruck und dem .

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