FPNÖ startet Kampagne zur Rettung der Wirtshäuser

Bild: iStock, FPNÖ
In NÖ gibt es immer weniger Wirtshäuser. Mit sechs Maßnahmen will die FPNÖ gegensteuern.
"Das Wirtshaus gehört für mich zu Niederösterreich genauso wie die Neutralität zur Republik Österreich", sagt FPNÖ-Chef Udo Landbauer.

Und dennoch werden es immer weniger – seit Jahren sind die Zahlen an Gaststätten und Speiselokalen in NÖ rückläufig. "Jedes Monat sperren alleine in Niederösterreich drei Wirte zu", weiß Landbauer. Seit dem Jahr 2000 gaben demnach 580 Gastronomen auf. Dabei sei das Wirtshaus "eine wichtige Kommunikationsstätte und bringt der Gemeinde einen Wert, den man nicht beziffern kann."

Maßnahmen-Katalog

Aus diesem Grund arbeitete die FPÖ Niederösterreich sechs Maßnahmen aus, mit denen man Gastronomen unter die Arme greifen will. Zum Ersten soll ein "Jungwirte-Darlehen" den Einstieg erleichtern. Das Land soll mit einem vergünstigten Kredit mit 0,2 Prozent Verzinsung in Höhe von maximal 150.000 Euro bzw. 60 Prozent der förderbaren Summe einspringen.

CommentCreated with Sketch.9 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Zum Zweiten soll es eine Übernahmeförderung geben – es sollen also auch erfahrene Gastronomen, die ein Wirtshaus übernehmen wollen, unterstützt werden. "Die Übergabe an einen Nachfolger scheitert nämlich in der Regel an den finanziellen Mitteln. 15 Prozent der Investitionskosten sollen dabei vom Land getragen werden", sagt Landbauer.

Geht es nach er FPÖ, sollen Wirte auch Prämien bekommen – nämlich dann, wenn sie sich dazu entschließen, eine Gaststätte zu führen und es sich dabei um die einzige im ganzen Ort handelt. Dann soll der Gastronom mit 10.000 Euro unterstützt werden.

"Im geförderten Wirtshaus sollen regionale Speisen à la carte angeboten werden und es sollte zumindest fünf Tage in der Woche geöffnet haben", so der freiheitliche Landesobmann.

Rauchverbot erneut kritisiert

So fordert die FPNÖ auch, dass Mandatare – egal welcher couleur – nach beispielsweise Gemeinderatssitzungen noch gemeinsam zum Wirten gehen und etwas trinken. "Vorbild Politik" wird das in diesem Zusammenhang von den Blauen genannt.

Die weiteren Punkte: Weniger Bürokratie und Investitionen in die Jugend – beispielsweise über die Fachkräfte-Offensive. "Denn Zuwanderung wird das Überleben der traditionellen Wirtshäuser wohl nicht sichern und ist der völlig falsche Weg", so Landbauer.

Auch am beschlossenen Rauchverbot lassen die Blauen erneut kein gutes Haar: Gastronomen sollen selbst entscheiden dürfen, es brauche zudem nicht nur Ausnahmen bei Bars und Diskotheken, sondern auch in Wirtshäusern kleinerer Orte oder auch bei Zeltfesten.

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