FPÖ: Stopp für Kurzzeit-Arbeiter aus Ausland

Heimische Firmen können mit Arbeitern aus EU-Nachbarländern wegen geringer Lohnnebenkosten oft nicht konkurrieren. Die FPÖ fordert deshalb einen Stopp.

Firmen aus dem EU-Ausland können Arbeitnehmer zur Durchführung von Arbeiten, die maximal ein Jahr dauern dürfen, nach Österreich entsenden. Für entsendete Arbeitnehmer müssen nur Sozialausgaben ihres Heimatlandes bezahlt werden. Die Arbeit ist damit deutlich billiger, österreichische Unternehmen nicht konkurrenzfähig.

Die meisten entsendeten Arbeitnehmer kommen aus Deutschland, Ungarn und der Slowakei. Die Zahl der Entsendungen hat deutlich zugenommen, warnt die FPÖ-Abgeordnete Dagmar Belakowitsch-Jenewein im Ö1-Morgenjournal. Die Zahl solcher Entsendungen sei von rund 135.000 auf rund 170.000 angestiegen.

"Österreichische Baubranche schützen"

Die FPÖ fordert deshalb einen Stopp dieser Entsendungen - zumindest für die Baubranche - für die nächsten zwei Jahre. "Um die Wirksamkeit zu klären", so Belakowitsch-Jenewein. Arbeitsminister Alois Stöger (SPÖ) solle dahingehend bei der EU in Brüssel aktiv werden.

Von der Kritik, dass dadurch im Umkehrschluss auch österreichische Firmen von Aufträgen im EU-Ausland ausgesperrt sein könnten, will Belakowitsch-Jenewein nichts wissen. Das seien nur "Schreckensszenarien". (hos)

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Maria Theresia von ÖsterreichGood NewsPolitikEuropa

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