Frau trauert um Haustier und wird entlassen

Der Chef von Emma McNulty zeigte überhaupt kein Mitleid mit der trauernden Hundebesitzerin. (Video. 20 Minuten)
Der Chef von Emma McNulty zeigte überhaupt kein Mitleid mit der trauernden Hundebesitzerin. (Video. 20 Minuten)
Eine 18-Jährige ist nach dem Tod ihres Hündchens so traurig, dass sie nicht zur Arbeit geht. Ihr Vorgesetzter zeigt überhaupt kein Mitleid mit der Hundebesitzerin.
Emma McNulty aus Baillieston, einem Vorort der schottischen Stadt Glasgow, war am Boden zerstört, als kürzlich ihr Hündchen Wee Milly starb. Die 18-Jährige hatte die Hündin 14 Jahre lang gehabt, für McNulty war Wee Milly Teil der Familie. Als die Schottin an jenem Tag ihren Arbeitgeber anrief, um sich von der Arbeit beim Fastfood-Restaurant abzumelden, zeigte der Chef alles andere als Mitleid mit ihr – Emma McNulty wurde fristlos entlassen.

"Ich erklärte meinem Boss, dass ich so traurig bin, dass ich mich körperlich nicht wohl fühle", sagte die Frau zu "Glasgow Live". Statt Verständnis für ihre Situation habe sie "böse Nachrichten von ihm erhalten". Der Chef teilte ihr mit, dass sie kein Anrecht auf Sonderurlaub habe und forderte sie auf, einen Ersatz zu finden, da sie sich sehr kurzfristig abgemeldet habe. Andernfalls drohten disziplinarische Maßnahmen, sagte er.

Besitzerin will Sonderurlaub, um für Haustiere trauern zu können



McNulty fragte unter ihren Arbeitskollegen, ob jemand für sie einspringen könne. Keiner konnte. "Als ich ihm mitteilte, dass ich keinen Ersatz gefunden hätte, schrieb er zurück, ich bräuchte nicht mehr zu kommen."

CommentCreated with Sketch.15 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Nun lancierte die 18-Jährige eine Online-Petition, damit trauernde Tierbesitzer freie Tage nach dem Tod ihres Haustieres bekommen. "Ein Haustier ist genauso wichtig wie ein menschliches Familienmitglied. Es ist an der Zeit, dass Unternehmen dies anerkennen und den Menschen die Zeit geben, die sie brauchen, um zu trauern", schreibt sie in ihrer Kampagne. Bislang haben über 22.500 Menschen die Petition unterschrieben.

(red)

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