Freunde & Freiraum bescheren langes Leben

Bild: Fotalia

Ältere Menschen, die vereinsamt und von ihrem sozialen Umfeld isoliert sind, sterben früher. Eine Studie an 6.500 Männern und Frauen zeigte auch, dass soziale Isolierung häufiger in Bevölkerungsschichten mit weniger Bildung und Wohlstand vorkommt.

Den Grad von Einsamkeit und Isolation maßen die Wissenschafter für ihre Untersuchung anhand einer international gültigen Skala. Von den 918 Männern und Frauen, die bis 2012 bereits gestorben waren, gehörten 21,9 Prozent in die Gruppe mit dem höchsten Isolationsfaktor.

Nur 12,3 Prozent der Todesfälle kamen in der Gruppe mit dem niedrigsten Isolationsfaktor vor. 19,2 Prozent der Gestorbenen waren auch der Gruppe mit dem höchsten Einsamkeitsfaktor zuzurechnen, 13 Prozent gehörten zur Gruppe mit dem niedrigsten.

Krank durch Einsamkeit

Die Untersuchung zeigte aber auch, dass besonders die Vereinsamung im Alter eine Häufung bei schweren Gesundheitsproblemen, zum Beispiel Herzerkrankungen, chronische Lungenkrankheiten und Arthritis begünstigen könne, schreiben die Forscher.

Bei sozialer Isolation sei diese Verbindung nicht so stark nachweisbar. Dies deute darauf hin, dass beide Effekte getrennt voneinander betrachtet werden müssten. Die Wissenschafter hoffen, aus den Ergebnissen künftig Rückschlüsse für die Altenhilfe ziehen zu können.

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