Fünf Gebote fürs perfekte Grillen

Richtig grillen: Sicherheit und richtiges Einheizen.
Richtig grillen: Sicherheit und richtiges Einheizen.Bild: iStock
Grillen macht Spaß. Aber das Ziel ist nicht bloß Spaß, sondern ein rundum gelungenes Erlebnis und vor allem gutes Essen!
Grillexperte Johann Stabauer von der Austrian Barbecue Association (ABA) verrät auf "Heute" fünf Gebote für den (erfolgreichen) Griller.

Grillen ist nicht nur einfach Zubereitung, für viele ist damit auch ein Ritual verbunden. Für das perfekte Grill-Erlebnis sollten Sie diese fünf Gebote von ABA-Mitbegründer Johann Stabauer bei Ihrem Grill-Ritual beachten. So holen Sie das Maximale aus Fleisch und Feuer heraus!

1. Sicherheit geht vor!

Bevor das Feuer überhaupt angezündet wird, gilt es, alle notwendigen Sicherheitsvorkehrungen zu beachten. Das Grillgerät nicht unter einem Baum, in der Nähe eines Busches oder ins hohe Gras stellen.

Immer griffbereit in der Nähe der Feuerstelle haben ein Feuerlöscher oder eine Löschdecke und, sofern Kinder dabei sind, auch Sand zu sein. "Ja kein Wasser!", warnt der Profi. Wasser, auf brennendes Fett geschüttet, ergibt eine verheerende Fettexplosion.

Die Grillmeister sollten außerdem darauf achten, keine Kleidung aus synthetischen Fasern zu tragen, während er am Rost steht. "Im Falle eines Feuers verschmilzt dieses Material in Sekundenschnelle mit der Haut", so Stabauer.

Zum Anzünden sollten nur geeignete Grillanzünder-Würfel, ein sogenannter Grillkamin oder dafür gebaute elektrische oder mit Gas betriebene Anzündehilfen verwendet werden. Gänzlich ungeeignet und grob fahrlässig ist das Anzünden mit Benzin oder Spiritus.

2. Richtiges Einheizen

Vor dem Einheizen sollte die Windrichtung geprüft und der Glutkasten mit Folie ausgelegt werden, empfiehlt Grillexperte Stabauer. Die Folie reflektiert die Hitzestrahlen und erleichtert hinterher das Saubermachen des Grillgeräts ganz wesentlich.

Das Feuer braucht, je nachdem mit welchem Holz oder Energieträger geheizt wird, einige Zeit, bis es die richtige Temperatur erreicht.

Für den Freiluftgrill eignen sich Holz, Holzkohle und Holzkohlenbriketts. Die reine Holzkohle erreicht schnell die richtige Grillhitze, verliert sie aber genau so schnell. Da leisten Holzkohlenbriketts wesentlich bessere Dienste. Holz braucht eine Stunde bis es durchgeglüht ist.

Holzkohlebriketts brauchen mindestens eine halbe Stunde und selbst reine Holzkohle beansprucht je nach Größe der Kohlenstücke mindestens 20 bis 30 Minuten. Egal welches Brennmaterial Sie benutzen, die Glut muss bereits mit einer leichten weißen Schicht überzogen sein. Dann kommt es nicht zu ungesunder Rauchentwicklung.

3. Gesunder Geschmack statt Fett

Fett, Marinade, Öl oder Fleischsaft dürfen nicht in die Glut tropfen. Denn sonst können gefürchtete, weil krebserregende, Benzpyrene und Nitrosamine entstehen.

Weil man ein Entstehen dieser schädlichen Stoffe auch beim umsichtigsten Grillen nie ausschließen kann, ist es für Johann Stabauer sehr wichtig, dass zum Fleisch immer Vitamin C – sei es in Form von Fruchtsäften, Salat oder gegrilltem Gemüse – aufgenommen wird.

Das Vitamin spaltet die Nitrosamine im Magen-Darm-Trakt auf und macht sie so unschädlich. Also dran denken: Die Beilagen sind nicht bloß zur Zierde da!

4. Qualität zahlt sich aus

Qualität zahlt sich besonders beim Grillen aus. Aber nicht nur beim Fleisch sollte man auf Qualität setzen. "Ich verstehe nicht, dass die Leute oft Unmengen für das Grillgut ausgeben, aber einen billigen Schund von Kohle dazu kaufen, und sich dann wundern, warum sich die Temperatur nicht halten lässt", meint Johann Stabauer.

Des Österreichers liebstes Grillfleisch, das Kotelett, eignet sich übrigens nicht besonders für den Rost. "Es gibt drei Dinge, die man nicht grillen kann: Nudelsuppe, Reis und Kotelett, denn die sind eigentlich zu mager, werden auf dem Rost trocken und ledrig und schmeckt nur mit viel Ketchup", sagt der Grillexperte. Ausnahme: Das Kotelett ist mindestens zwei Finger dick.

5. Nach dem Grillen ist vor dem Grillen

Auch das Reinigen des Rostes gehört beachtet und sollte nicht bis zur nächsten Einsatz aufgeschoben werden. Sein Fleisch auf den Rückständen der vorangegangenen Grillerei zu bereiten ist nicht nur unappetitlich, sondern unter Umständen auch ungesund.

"Solange der Rost noch warm ist, kann man die Rückstände mit einer speziellen Bürste ganz einfach abschaben", meint der Grillprofi.

Sollte man diesen Zeitpunkt in der gemütlichen Runde verpasst haben, kann man den Rost – Johann Stabauer schwört auf Gusseisen – auch über Nacht in die Wiese legen und am nächsten Morgen reinigen.

Eine andere Möglichkeit ist, den Rost zusammen mit Spülmitteln in den Deckel einer Regentonne zu legen und mit Zeitungspapier abzudecken.

Zurück zum Kanal "Grillen": www.heute.at/grillen (red)

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