Galaxien sterben plötzlich aus und keiner weiß wieso

Häufungen von Sonnensystemen werden mit einem Mal ausgelöscht. Wissenschaftler suchen nun nach dem Grund dafür.
Es ist ein wenig so, als ob man einen Lichtschalter im Universum betätigt und einfach das Licht abdreht. So ungefähr sieht es derzeit im Weltall aus. Galaxien werden ganz plötzlich dunkel und der Grund dafür ist nicht ganz klar.

"Cluster" unter Beobachtung



Astronomen setzen jetzt auf ein kanadisches Teleskop-Projekt: Das Virgo Environment Traced in Carbon Monoxide survey (VERTICO) soll nun herausfinden, wieso Galaxien einfach sterben. Insgesamt 30 Wissenschaftler versuchen nun, den Wasserstoff im All zu lokalisieren, der "Treibstoff", aus dem neue Sterne gemacht werden. Dabei schaut man vor allem auf die 51 nächsten Galaxien in unserer Umgebung. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Galaxien-Cluster.

Das Projekt wurde bereits 2013 ins Leben gerufen. Die Kosten belaufen sich auf 1,4 Milliarden US-Dollar. An der Forschung beteiligt sind Forscher aus Europa, den USA, Japan, Südkorea, Taiwan, Chile und eben Kanada. Es handelt sich um das bislang größte Teleskop-Projekt der Welt.

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Galaxien werden erstickt



Man geht bislang davon aus, dass die Cluster selbst für das Sterben der Galaxien verantwortlich sind. Grund dafür sollen Kräfte, wie zum Beispiel Gravitation, sein. Es handelt sich dabei um die extremsten und massivsten Umgebungen im Universum.

Durch die enormen Anziehungskräfte innerhalb eines Clusters, kann es passieren, dass Galaxien mit mehreren tausend Kilometern pro Sekunde durch das All geschleudert werden. Durch die Geschwindigkeit wird Plasma zwischen den Galaxien erhitzt. Die Folge: Häufungen von Sonnensystemen werden einfach erstickt.

Ganz aufgeklärt sind die sterbenden Galaxien aber nicht. Vertico soll nun Klarheit schaffen. Man verspricht sich gar einen Durchbruch auf diesem Gebiet.

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