Geschlagener Reichelt: "Dreßen eine wilde Socke"

Der Deutsche Thomas Dreßen sorgte auf der Streif für eine Mega-Sensation. Hannes Reichelt hatte beim Sieg seine Hände im Spiel.
Erstmals seit 39 (!) Jahren gewann mit Thomas Dreßen ein Deutscher die Kitzbühel-Abfahrt. Der 24-jährige Sensationsmann sorgte nicht nur für Jubelstürme bei seinen Landsleuten, auch im ÖSV-Lager zollte man Respekt.

"Dreßen ist eine coole Socke, ein guter Typ. Er hat die Gunst der Stunde genutzt, es freut mich für ihn", sagte Hannes Reichelt, der als Dritter die rot-weiß-rote Ehre rettete. "Thomas ist mit feiner Klinge gefahren – und er hat die gute Sicht ausgenutzt."

Startnummer war mitentscheidend

Pikant: Reichelt hätte am Freitag bei der Startnummern-Vergabe die spätere Siegernummer 19 wählen können, entschied sich aber für die Eins. Indirekt war der Österreicher also für den Dreßen-Sieg mitverantwortlich.

CommentCreated with Sketch.0 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. "Thomas ist sicher froh darüber. Er hat wohl mit dem Wettergott was ausgemacht. Ich hab die Eins genommen, weil ich es hinter mir haben wollte. Das ist besser, als wenn man jedem zuschauen muss und die wilden Sprünge sieht. Dass dann das Wetter schöner wird, ist halt Pech. Das dreht sich irgendwann wieder um."

41 Hundertstel fehlten "Oldie" Reichelt auf den Sieg. "Es gab einige Passagen, wo sicher mehr gegangen wäre", suchte er nicht nach Ausreden. "Nicht alles lief nach Plan, da habe ich gleich ein paar Zehntelsekunden verloren. Das diffuse Licht machte es schwierig."

Kriechmayr vergibt Podestplatz

Statt Dreßen hätte beinahe Vincent Kriechmayr für einen Überraschungssieg gesorgt. Der Oberösterreicher führte bis zur letzten Zwischenzeit, am Ende fehlten ihm 0,46 Sekunden. "Ein Stockerl wäre schön gewesen, aber spätestens in der Traverse wusste ich, dass ich dafür nicht gut genug unterwegs war."

Mayer mit Showeinlage

Für eine Schrecksekunde sorgte Matthias Mayer, der in der Traverse nur mit Mühe einen Abflug verhindern konnte. "Es geht natürlich besser, keine Frage. Mich hat es in den Wellen einfach zu viel zusammengedrückt. Daher schaut es dann wild aus."

Wild sah auch der Ausfall von Patrick Schweiger aus, der bei 100 km/h einfädelte.

(ee)

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