Gesundheitsminister warnt vor Deos und Alufolie

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Die Hitze fordert uns Schweiß und Geruch ab. Doch das Gesundheitsministerium rät ganz offiziell dazu, den direkten Kontakt mit Aluminium jeder Art so weit wie möglich zu reduzieren. Die Gesundheitsgefährdung könne derzeit zwar weder bestätigt noch widerlegt werden, "es ist allerdings ratsam, vorsorglich auf Produkte zu verzichten, die Aluminium enthalten", so das Ministerium. Neben Deo sind zahlreiche weitere Alltagsprodukte betroffen.

jeder Art so weit wie möglich zu reduzieren. Die Gesundheitsgefährdung könne derzeit zwar weder bestätigt noch widerlegt werden, "es ist allerdings ratsam, vorsorglich auf Produkte zu verzichten, die Aluminium enthalten", so das Ministerium. Neben Deo sind zahlreiche weitere Alltagsprodukte betroffen.

Das Gesundheitsministerium hat am Mittwoch auf seiner Website eine Studie der wissenschaftlichen Literatur zu möglichen gesundheitlichen Auswirkungen von Aluminium veröffentlicht, mit dem Titel "Aluminium-Toxikologie und gesundheitliche Aspekte körpernaher Anwendungen".

Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) empfiehlt den Verbrauchern eine Reduktion aluminiumhaltiger Produkte.
Aluminium ist ein mittlerweile allgegenwärtiger Stoff und steht im Verdacht, zahlreiche Krankheiten auszulösen oder zumindest zu begünstigen: Alzheimer, Brustkrebs und Allergien werden hier seit Jahren immer wieder genannt.

Nach Möglichkeit sollten aluminiumfreie Deodorants verwendet werden. Deos und andere Mittel gegen Schweiß (Antitranspirantien) mit aluminiumhaltigen Inhaltsstoffen sollten nicht auf verletzter bzw. gereizter Haut oder unmittelbar nach einer Rasur aufgebracht werden. Kinder sollten keine aluminiumhaltigen Deodorants oder Antitranspirantien verwenden. Das Ministerium rät außerdem dazu, Ärzte oder Apotheker bei Bedarf nach Alternativen zu aluminiumhaltigen Antazida zu fragen.

Langzeiteffekte unbekannt

Ein präventiver Verzicht wird empfohlen, da die Langzeiteffekte bisher nicht erfasst werden konnten. Derzeit kommt der Gebrauch von Aluminium in Lebensmitteln, Kosmetika, Lebensmittelkontaktmaterialien und rezeptfreien Antazida (Arzneimittel zur Reduktion von Magensäure) vor.

Keine Aluflie für saure Lebensmittel!

Das Ministerium empfiehlt daher konkret, keine unbeschichteten Gefäße aus Aluminium und keine Alufolie zum Zubereiten und Aufbewahren von stark säurehaltigen Lebensmitteln wie Tomatensauce, Rhabarberkompott, Apfelmus, etc. zu verwenden.

Vorsicht bei Trinkflaschen

Weites wird geraten, bei Trinkflaschen aus Aluminium darauf zu achten, dass die Innenbeschichtung nicht beschädigt ist. Sollte die Innenbeschichtung Beschädigungen wie Kratzer oder Dellen aufweisen, sollte man die Flasche nicht mehr verwenden.

Zwar gebe es heute kaum noch akute Aluminiumvergiftungen, wie sie früher etwa bei Dialysepatienten auftraten, betonen die Experten in ihrem Bericht. Doch heißt es darin: "Als kritisch wird jedoch von einigen ExpertInnen eine andauernde Exposition von VerbraucherInnen mit geringsten Mengen des Metalls aus den verschiedensten Quellen (Lebensmittel, Trinkwasser, Kosmetika, Arzneimittel, Lebensmittelkontaktmaterialien) betrachtet."

Aus den einzelnen Bereichen seien die aufgenommenen oder absorbierten Mengen zwar gering, doch seien "kumulative Effekte nicht auszuschließen". Neue Untersuchungen würden zeigen, "dass VerbraucherInnen durch Aluminiumverbindungen aus Kosmetika einer beträchtlichen Exposition ausgesetzt sein können und dass alleine bei regelmäßiger Verwendung von Antitranspirantien, Lippenstift oder Lipgloss zusätzlich zu den durch Lebensmittel und Trinkwasser aufgenommenen Aluminiummengen die von der EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, Anm.) festgelegte tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge von 1 mg Aluminium/kg Körpergewicht bereits um ein Vielfaches überschritten werden kann."

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