Gewerkschafter-Demo gegen EU endete blutig

Bei einer Demonstration mit zehntausenden Gewerkschaftern in Brüssel wurden 27 Menschen verletzt. Einige der 25.600 Teilnehmer griffen Polizisten an. Vor allem Hafenarbeiter aus Gent und Antwerpen warfen "alles, was sie finden konnten" auf die Ordnungskräfte, wie Steine oder Teile der Absperrungen, aber auch Orangen und Feuerwerkskörper. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein.

Bei einer Demonstration mit zehntausenden Gewerkschaftern in Brüssel wurden 27 Menschen verletzt. Einige der 25.600 Teilnehmer griffen Polizisten an. Vor allem Hafenarbeiter aus Gent und Antwerpen warfen "alles, was sie finden konnten" auf die Ordnungskräfte, wie Steine oder Teile der Absperrungen, aber auch Orangen und Feuerwerkskörper. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein.

Die mehrstündige Kundgebung im Europaviertel richtete sich gegen die europäische Sparpolitik im Zuge der Wirtschaftskrise. Laut Deutschem Gewerkschaftsbund waren es übrigens doppelt soviele Demonstranten, wie von der Polizei gemeldet, nämlich 50.000.

Acht verletzte Demonstranten wurden ins Krankenhaus eingeliefert, weitere 16 Aktivisten wurden an Ort und Stelle von Sanitätern versorgt. Sie hatten sich u.a. bei Stürzen verletzt. Drei leicht verletzte Polizisten kamen ebenfalls ins Spital, sie waren durch Wurfgeschosse an Bein, Körper und Kopf verletzt worden.

Manche Demonstranten waren vermummt. Gewalttätig waren rund einhundert. Festnahmen gab es keine.

"Neoliberale Sparpolitik"

Der Deutsche Gewerkschaftsbund teilte mit: "Die elementaren Eingriffe in die Tarifautonomie und in Arbeitnehmerrechte, die Lohn- und Sozialkürzungen und die neoliberale Sparpolitik haben die Finanzkrise nicht gelöst, sondern zu einer schwerwiegenden sozialen Krise gemacht." Insbesondere die hohe Jugendarbeitslosigkeit in vielen Staaten Europas stelle eine Hypothek für die Zukunft dar.

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