Glawischnig übt heftige Kritik an Kern und Kurz

Grünen-Parteiobfrau Eva Glawischnig übte am Sonntag Kritik an Bundeskanzler Christian Kern und Außenminister Sebastian Kurz. Kern würde die Freiheitlichen salonfähig machen, Kurz würde das Ziel, Kanzler einer schwarz-blauen Regierung zu werden, verfolgen.

Sie wünsche sich, dass die Grünen wieder verstärkt die Auseinandersetzung mit anderen Parteien suchen, sagte Glawischnig in der ORF-"Pressestunde". Während des Bundespräsidentschaftswahlkampfs habe sich ihre Partei bewusst zurückgehalten.

Erster Kritikpunkt: Annäherung der SPÖ und FPÖ

Eine dieser zu führenden Auseinandersetzungen betreffe die angebliche Annäherung zwischen Kern und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Die SPÖ würde damit die Freiheitlichen mit ihrer Europafeindlichkeit und korrupten Vergangenheit in Kärnten salonfähig machen.

Zweiter Kritikpunkt: Kurz plant, Kanzler unter Schwarz-Blau zu werden

Tätig werden will Glawischnig auch in der Asylpolitik, sie übte Kritik an Außenminister Kurz. Dieser habe Österreichs Asylpolitik "seinem Projekt und persönlichen Ziel" untergeordnet, Kanzler einer aus ÖVP und FPÖ zusammengesetzten Regierung zu werden. "Wenn man sich gegen Merkel und für Orban entscheidet, steht man auf der falschen Seite, und diese Auseinandersetzung werden wir jetzt führen."

"Ich möchte gerne eine progressive Mehrheit in Österreich jenseits einer blauen Beteiligung", sagte Glawischnig. Sie wolle jedoch trotz innerparteilichen Tendenzen in diese Richtung keinen linkspopulistischen Kurs einschlagen. Ihre Partei müsse sich weiter öffnen und verbreitern, damit auch Frauen im ländlichen Raum und Jugendliche stärker angesprochen werden. 

Glawischnig stellte klar, dass die Grünen sich für Österreich eine starke proeuropäische Rolle wünschen und nicht an einer Zerschlagung der EU interessiert seien.

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