Google oder Nest Wifi – welcher ist der Richtige?

Bei schwachen WLAN-Verbindungen hat Google zwei tolle Mesh-Lösungen im Programm. Welcher sich für was eignet, hat sich "Heute" genauer angesehen.

Man kann da schon mal den Überblick verlieren: Für alle, deren WLAN nicht stark oder stabil genug funktioniert, hat Google bereits 2016 Google Wifi vorgestellt. Es handelte sich um einen WLAN-Zugangspunkt, der an das Modem im Haushalt angeschlossen wurde und ein eigenes, stabiles Mesh-Netzwerk in der Wohnung aufspannte, das mit weiteren Google Wifi Punkten vergrößert werden konnte. 2019 erschien der Nachfolger mit mehr Funktionen, allerdings mit dem Namen Nest Wifi. Und nun? Gibt es den Google Wifi der zweiten Generation. Doch welcher kann was?

pZumindest die Unterschiede zwischen den beiden Google-Wifi-Generationen sind schnell erklärt: Der neue Google Wifi unterscheidet sich vom alten nämlich kaum. Neu ist ein eingraviertes "G" auf der Oberseite des Geräts, ein Gehäuse aus recycelten Materialien und eine Zylinderstecker-Buchse statt eines USB-C-Anschlusses zur Stromversorgung. Die verbaute Technik dagegen gleicht sich in den beiden Generationen. Gleichen tun sich auch alle Google-Wifi-Punkte: Wird das Mesh-Netz erweitert, nimmt man einfach einen Google Wifi zusätzlich in Betrieb.

Zwei Systeme, ein gemeinsames Ziel

Preislich kommt der neue Google Wifi einzeln auf rund 100, im Dreierpack auf rund 200 Euro. Nest Wifi wiederum kommt auf 160 Euro beim Router, 260 Euro für Router und einen Zugangspunkt sowie 140 Euro für jeden zusätzlichen Zugangspunkt. Die Preisspanne zeigt bereits: Bei Nest Wifi sind die einzelnen "Stationen" nicht baugleich, sondern ein Router spannt sein Netz über die einzelnen Zugangspunkte auf. Das Ergebnis ist bei beiden Geräten im Test gut: Das WLAN ist schnell, stabil und reicht auch dorthin, wo es der Router des Internetanbieters nicht hinschaffte.

Nest Wifi: Ist schneller und smarter, hat aber weniger Anschlüsse.
Nest Wifi: Ist schneller und smarter, hat aber weniger Anschlüsse.Heute

Es handelt sich aber in der Praxis um zwei unterschiedliche Systeme. Nest Wifi beinhaltet einen dedizierten Router und kleinere Zugangspunkte, die das Mesh-Netzwerk erweitern, Die Zugangspunkte können gleichzeitig als Smart Speaker eingesetzt werden, verfügen nämlich über Tastensteuerung, Mikrofone und Lautsprecher sowie den Google Assistant. Bei Google Wifi wiederum kann jede der Stationen an das Modem angeschlossen und jeder weitere als Zugangspunkt verwendet werden. In beiden Fällen verbinden sich die Zugangspunkte per WLAN jeweils mit dem Basispunkt.

Eine Preis- und Funktionen-Frage

Jede Google Wifi Station bietet zudem einen Ethernet-WAN-Port und einen Ethernet-LAN-Port für direkte Kabelverbindungen zu Laptops, Computern, Spielekonsolen und Co. Der Nest Wifi Router bietet ebenfalls diese beiden Ethernet-Ports, die Zugangspunkte dagegen gar keine. Bei der Abdeckung kommen beide Lösungen auf ähnliche Werte: Google Wifi deckt einzeln rund 85 und im Dreierpack bis zu 255 Quadratmeter ab, der Nest Wifi Router schafft 120 und jeder Zugangspunkt 90 Quadratmeter.

Außerdem: Google Wifi nutzt ein AC1200 Mesh System mit 2x2 Antennen-Konfiguration, der Nest Wifi Router AC2200 mit 4x4, die Zugangspunkte wiederum AC1200. In der Praxis zeigt sich Nest Wifi damit vor allem bei der Geschwindigkeit Google Wifi überlegen, der Unterschied sollte aber in klassischen Wohn-Umgebungen nicht überwertet werden. Wifi 6 unterstützen beide Modelle nicht. Die Entscheidung zwischen Google und Nest Wifi ist letztlich abhängig davon, ob man beim Preis ein bisschen sparen will. Google Wifi bietet zudem mehr Kabelverbindungs-Möglichkeiten an jeder Station, während die Nest Wifi Zugangspunkte schneller, reichweitenstärker und smarter sind sowie auch als Lautsprecher herhalten können.

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