Hanf-Verkauf in Trafiken in letzter Sekunde gestoppt

Bereits seit Längerem legal erhältlich: CBD-Produkte mit THC-Gehalt von unter 0,3 Prozent.
Bereits seit Längerem legal erhältlich: CBD-Produkte mit THC-Gehalt von unter 0,3 Prozent.(Bild: heute.at)
Mangelnde Absprache hätte fast zum Verkauf von Hanf in allen Trafiken geführt. Nun rudert das Finanzministerium allerdings zurück.

Eine Meldung im Amtsblatt der "Wiener Zeitung" sorgte am Mittwoch für mittlere Verwirrung. Darin wurden verbindliche Trafik-Preise für rauchbare Hanfblüten kundgemacht, die ab 8. Juli gültig sein sollten. Bei den ausgeschriebenen Sorten "Sissi", "Kusch" und "Franz" handelt es sich aber ausschließlich um nicht berauschendes Marihuana mit einem THC-Gehalt von unter 0,3 Prozent.

Diese sogenannten CBD-Produkte sind in Österreich bereits seit Längerem legal erhältlich. Der Vertrieb war allerdings bislang Trafikanten untersagt. Dadurch entgingen der Branche nach eigenen Angaben Umsätze in Millionenhöhe. Die offizielle Veröffentlichung der Preise im Amtsblatt hätte das geändert.

Pech für die Trafikanten

Das Finanzministerium ließ die Kundmachung noch am selben Tag widerrufen. Grund: Ein Abteilungsleiter habe die Zulassung selbstständig und ohne Absprache mit dem zuständigen Sektionschef erledigt. Das Finanzministerium will nun die Vorgänge, die beinahe zur Verkaufserlaubnis geführt hätten, "intern prüfen". Ebenfalls geprüft werden die eingereichten CBD-Produkte. Bis wann das erledigt sein soll, ist noch offen.

Diese Preise hätten für "Sissi", "Kusch" und "Franz" gegolten.
Diese Preise hätten für "Sissi", "Kusch" und "Franz" gegolten.Amtsblatt Wiener Zeitung
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