Griechischer Nazi-Politiker verhöhnt sein Opfer

In Griechenland hat der Skandal um den Fernsehauftritt eines rechtsextremen Politikers eine neue Wendung genommen. Der untergetauchte Abgeordnete der Partei Goldene Morgenröte, Ilias Kasidiaris, machte die Opfer seiner tätlichen Angriffe vor laufender Kamera für den Zwischenfall selbst verantwortlich. Die beiden Linkspolitikerinnen hätten seine extreme Reaktion provoziert, erklärte Kasidiaris am Samstag auf Facebook. Dies sei das einzige Ziel ihrer TV-Auftritte gewesen. Er werde diejenigen, die im Hintergrund dafür verantwortlich seien, verklagen.

In Griechenland hat der Skandal um den Fernsehauftritt eines rechtsextremen Politikers eine neue Wendung genommen. Der untergetauchte Abgeordnete der Partei Goldene Morgenröte, Ilias Kasidiaris, machte die Opfer seiner für den Zwischenfall selbst verantwortlich. Die beiden Linkspolitikerinnen hätten seine extreme Reaktion provoziert, erklärte Kasidiaris am Samstag auf Facebook. Dies sei das einzige Ziel ihrer TV-Auftritte gewesen. Er werde diejenigen, die im Hintergrund dafür verantwortlich seien, verklagen.
Der 31-Jährige hatte während einer hitzigen Wahldebatte einer linken Politikerin ins Gesicht geschlagen und einer anderen Wasser ins Gesicht geschüttet. Kasidiaris äußerte sich nicht weiter zu seinen Plänen, und von seiner Partei war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.
Nazi drohen zehn Jahre Haft

Dem ehemaligen Armee-Angehörigen drohen bis zu zehn Jahre Haft. Die Szene ist seit dem Vorfall ständig im griechischen Fernsehen wiederholt worden und hat das Image der Partei angekratzt. Die Goldene Morgenröte war bei der Wahl am 6. Mai zum ersten Mal seit dem Ende der Militärdiktatur 1974 wieder ins Parlament eingezogen. Sie weist den Vorwurf zurück, eine faschistische Partei zu sein. Allerdings leugnet ihr Vorsitzender Nikos Mihaloliakos den Holocaust und zeigte bei Auftritten den Hitlergruß. Die Partei fordert die Ausweisung aller Einwanderer.
Neuwahl am 17. Juni

Der Vorfall beschäftigt die Griechen, die am 17. Juni erneut zur Parlamentswahl aufgerufen sind. Im Mittelpunkt der Abstimmung steht der für die Bevölkerung schmerzhafte Sparkurs, den internationale Geldgeber dem hoch verschuldeten Land verordnet haben. Die Wahl gilt als Votum über den Verbleib des Landes in der Euro-Zone.
APA/red.

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