Haustiere

Gruselig, aber verschmust – die Werwolfkatzen

Schon einmal so eine außergewöhnliche Katze gesehen? Wir stellen kurz die seltene Rasse mit dem Namen "Lykoi", oder auch Werwolfkatze, vor.

Christine Kaltenecker
Gestatten..., Werkatze. "Lykois", oder Werwolfkatzen sind sehr selten.
Gestatten..., Werkatze. "Lykois", oder Werwolfkatzen sind sehr selten.
Getty Images/iStockphoto

Zugegeben, ein bisschen größer und ein bisschen dicker, könnte diese Rassekatze durchaus als Vorlage für ein Gruselmärchen durchgehen. "Lykois", oder auch Werwolfkatzen, zählen zu den jüngsten Rassekatzen und haben ihren Ursprung erst 2010 in den USA.

Zufällige Mutation

Eine Züchterin für Sphinx-Katzen hatte bei einem Wurf zwei Kätzchen mit einem absonderlichen Fellkleid dabei und gab sie in die Obhut eines Tierarzt-Pärchens. Durch die Untersuchungen der Genetik fanden sie heraus, dass das Fell auf einer zufälligen Mutation beruht, ohne gesundheitliche Nachteile. Das Doktorpärchen kaufte zwei weitere Kitten mit ähnlichem Fell und begann mit der Zucht. Die "Lykoi" war geboren.

Mystik durch die Farbe

Typisch für diese Katzen ist natürlich die spärliche, aber außergewöhnliche Haarpracht. Durch den Gendefekt verkürzt sich der Haarzyklus und die Katzen sind meist an den Pfoten, dem Bauch und rund um die Augen komplett kahl. Die besondere Färbung nennt sich "black roan", kommt bei keiner anderen Katzenrasse vor und verleiht der Katze dieses mystische Aussehen, weil sie eigentlich fast "staubig" aussieht.

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    Die "Lykoi" wird auch "Werwolfkatze" genannt.
    Die "Lykoi" wird auch "Werwolfkatze" genannt.
    Getty Images/iStockphoto

    Über die Optik der Lykoi lässt sich auf alle Fälle streiten, über ihren Charakter allerdings nicht. Sie gilt als freundlich, verschmust und sehr anhänglich, auch wenn die Erscheinung anderes vermuten lässt. Noch gibt es durch die sehr vorsichtige Zucht noch keine allfälligen Erkrankungen dieser Rasse. Man kreuzt euch immer wieder andere Rassen ein, um die genetische Vielfalt zu gewährleisten und die Katze gesund zu halten.

    Weltweit gibt es nur ein paar hundert Tiere der Werwolfskatze und in Europa ist sie fast gar nicht geläufig. Die Kritik an der Zucht und warum man eigentlich einen "Fehler" gezielt weiterzüchtet, ist auf alle Fälle nicht leise, weshalb sie von den europäischen Zuchtverbänden auch noch nicht als eigenständige Rasse anerkannt wurde, aber besonders ist das Tier auf alle Fälle.