Hanke sagt, wie viel das Öffi-Jahresticket kosten wird

Stadtradt Peter Hanke im "Heute"-Interview.
Stadtradt Peter Hanke im "Heute"-Interview.Helmut Graf
Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ) besuchte nun die „Heute“-Redaktion. Im Gepäck: seine Hitze-Tipps sowie eine Preisgarantie für die Jahreskarte.

Anzug, Hemd, Krawatte – trotz über 30 Grad schaut Peter Hanke beim „Heute“-Besuch aus, wie aus dem Ei gepellt. Grund genug, den Manager der Wiener Finanzen nach seinen persönlichen Tipps im Umgang mit der Gluthitze – und natürlich vieles andere zu Corona und Co. – zu fragen.

Das sagt Wiens Wirtschafts-, Finanz- und Öffi-Stadtrat zu:

Hitze-Tipps: „Sportlich bleiben, tagsüber viel Wiener Hochquellwasser mit Zitrone trinken. Und am Abend gönne ich mir ein Glas Wein oder ein Bier. Das darf auch sein. Für einen Kurz-Urlaub empfehle ich einen Besuch der Alten und Neuen Donau – oder eines Schanigartens.“

Wirtschaftslage: „Wir sehen einen unglaublichen Optimismus bei den Unternehmen. Laut einer“ aktuellen Umfrage sagen 80 Prozent der Wiener Unternehmen, dass es jetzt positiv weiter geht und dass sie bereit sind, ihren Mitarbeiterstand zu halten. 11 Prozent sagen sogar, dass sie noch dieses Jahr zumindest gleich viel in ihre Mitarbeiter investieren wollen, wie letztes Jahr. Wir haben eine Aufbruchstimmung in dieser Stadt - und in diese müssen wir nun hineininvestieren. Stichworte Digitalisierung, Klimaschutz, Photovoltaik und Co.

Weitere Coronahilfen: „Wir haben bereits fünf Pakete geschnürt, über 50 Instrumente geschaffen und 600 Millionen Euro investiert - zusätzlich zu dem, was wir sonst tun. Und wir haben das größte Arbeitsmarktpaket aller Zeiten über den waff abgewickelt. 120 Millionen Euro in einem Jahr. Jetzt, wo die Unternehmen aufsperren, ist es wichtig, dass wir in dieser Anfangsphase analog weiter unterstützen und uns um die Menschen kümmern, die es besonders schwer hatten. Das sind die Lehrlinge auf der einen und die Generation 50+ auf der anderen Seite. Für beide Bereiche haben wir spezielle Förderungen aufgelegt - wie auch für den Kongressbereich. Unsere Aufgabe ist es jetzt, die Wirtschaft zu servicieren und zu flankieren und gemeinsam einen guten Weg in die nächsten Jahre zu finden. Derzeit sind die Aussichten gut. Wir sehen eine Wachstumsrange von 1,5 bis knapp 3 Prozent, das sollte sich 2022 und 2023 fortsetzen. Wenn das so ist, wird es auch für den Tourismus und die Stadthotelerie zu einer entsprechenden Entspannung kommen.

Neuer Lockdown: "Wir müssen mit Corona leben. Es kommen alle ein bis zwei Monate neue Mutationen. Man muss aufmerksam bleiben und das PCR-Testen - Stichwort "Alles gurgelt"in Wien - weiter fortführen. Hier brauchen wir jetzt eine klare, intensive Aktivität, dass das auch so bleibt. Und wir müssen natürlich schauen, dass sich möglichst viele impfen lassen. Herdenimmunität und Testen ist der beste Ansatz, um im Herbst nicht erneut einen Lockdown zu haben. Derzeit gehen wir von einem vernünftigen Sommer aus. Wir werden aber die Tests in Wien weiter auf hohem Niveau halten."

Gratis-Coronatests:„Jetzt sicher einmal, nach dem Herbst muss man evaluieren. Impfen und Testen sind der beste Ansatz, um im Herbst nicht erneut einen Lockdown zu haben. Wir wollen alle unser altes Leben zurück - und da müssen wir jetzt investieren."

Arbeitsunwillige: „Die Politik sollte mehr Druck ausüben. Es gilt hier klar zu sagen, dass ein Leistungsthema vorhanden ist. Eine Stadt und ein Land gehört finanziert. Und da ist es ganz, ganz wichtig, dass jeder seinen Beitrag leistet. Man darf aber auch das Gesundheitsthema nicht außer acht lassen, gerade in Pandemiezeiten. Es ist auch Aufgabe von Ländern und Bund, die Menschen möglichst lange gesund zu halten."

365-Euro-Ticket: „Das wird derzeit so bleiben. Es ist das ultimative Angebot an alle Wiener sowie für Klimaschutz und die klimaneutrale Stadt. Wir bauen mit der U2/U5 derzeit ein bereits unglaublich großes U-Bahn-Netz weiter aus. Da wollen wir natürlich in Europa als Vorreiter wahrgenommen werden. Im Zuge dessen kann an der Oberfläche auch wieder viel Grün für uns alle in die Stadt zurückkommen."

Rechnungsabschluss 2020: "Es ist Normalität, dass die Opposition unzufrieden ist. Wir haben mit 600 Millionen Euro an Hilfen und mit zusätzlichen starken Einnahmenverlusten aus Ertragsanteilen des Bundes natürlich zu kämpfen gehabt. Wir haben mit 1,1 Milliarden Euro Abgang wie ich meine dennoch ein Ziel erreicht. Nämlich dass wir besser wirtschaften konnten, als wir es prognostiziert haben. 200 Millionen Euro konnten eingespart werden. Wenn man das zu Bundes- und Landesergebnissen abwäg, ist es ein klarer Punktesieg für Wien."

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