Haubensaison – warum juckt meine Kopfhaut jetzt?

Eine juckende Kopfhaut kann viele Auslöser haben.
Eine juckende Kopfhaut kann viele Auslöser haben.iStock
Top-Mediziner beantworten gesundheitliche Fragen. Heute: Einschlafprobleme immer schlimmer – was tun? Und: Was steckt hinter juckender Kopfhaut? 

Einschlafprobleme immer schlimmer – was tun? 

Frage:Ich liege nachts immer länger wach, bevor ich einschlafen kann. Und es wird immer ärger. Was kann ich tun?

Prim. Doz. Dr. Peter Peichl, FA für Innere Medizin & Rheumatologie, Spezialist für Autoimmunerkankungen, Wien (peichl-peter.at): Da sich Ihre Einschlafprobleme verschlimmern, rate ich, zeitnah einen Allgemeinmediziner oder Internisten zu konsultieren. Es gibt Krankheiten, die das Ein- oder Durchschlafen behindern: z.B. Schilddrüsenerkrankungen, Herz- und Lungenleiden, chronische Probleme mit den Atemwegen oder starkes Sodbrennen.

Einschlafstörungen liegen oft auch an den Lebensumständen. Spätabends fernsehen, am Laptop arbeiten oder via Smartphone chatten bzw. spätabendliches schweres Essen oder Alkoholkonsum verzögern die Entspannungsphase und erschweren das Einschlafen. Die ideale Temperatur zum Schlafen beträgt übrigens rund 15 bis 16 Grad. Etwas Sport am frühen Abend fördert hingegen den Schlaf. Oft sind auch ungelöste Alltagssorgen und Verspannungen Auslöser für Einschlafprobleme. Bewährte Techniken wie Yoga können helfen.

Kopfhaut juckt wie verrückt: Was steckt dahinter? 

Frage: Meine juckende Kopfhaut quält mich sehr. Warum habe ich diese Beschwerden?

OÄ. Med. Univ. Dr. Barbara Franz, FÄ für Dermatologie, Wien (hautsachegut.at): Juckende Kopfhaut ist ein häufiger Grund für einen Termin beim Dermatologen, meist einhergehend mit Schuppenbildung. Dahinter kann neben Begleiterscheinungen von beispielsweise Neurodermitis oder Psoriasis auch eine harmlose Pilzerkrankung der Kopfhaut mit einem Hefepilz (Malassezia furfur) stecken. Auslöser für das Auftreten der typischen rötlichen, schuppenden Flecken auf der Kopfhaut, aber auch um Nase oder Augenbrauen, ist bei einer genetisch bedingten Veranlagung zumeist ein geschwächtes Immunsystem bedingt durch Stress oder auch eine banale Verkühlung.

Sehr häufig verstärken sich beim Tragen von Hauben die Symptome, da durch das daraus entstehende feucht-warme Mikroklima ideale Wachstumsbedingungen für den Hefepilz geschaffen werden. Durch die Anwendung einer antimykotischen Creme im Gesicht bzw. eines Pilzshampoos für die Kopfhaut verschwinden die Beschwerden bereits innerhalb weniger Tage.

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