Heimsieg bei Boston-Marathon rührt USA

Die gesamten Vereinigten Staaten blickten am Montag nach Boston, wo zum ersten Mal nach den Bomben-Anschlägen von 2013 mit drei Toten und 264 Verletzten der älteste Städtemarathon der Welt gelaufen wurde. Nach einer berührenden Schweigeminute zu Beginn sorgte Meb Keflezighi mit dem ersten US-Sieg in Boston seit 31 Jahren für den bewegenden Schlusspunkt.

An der Startlinie legten die 35.755 Teilnehmer aus 96 Ländern eine Schweigeminute für die Todesopfer vor einem Jahr ein. Vor Ort sahen 3.500 Sicherheitskräfte und damit doppelt so viele wie 2013 nach dem Rechten. Über eine Million Zuseher wurden Zeugen des Spektakels.

Als würde es der Feder eines Hollywood-Drehbuchautors entspringen, gewann ausgerechnet im Jahr nach den tragischen Bombenanschlägen zum ersten Mal seit 1983 ein US-Amerikaner das prestigreiche Rennen. Meb Keflezighi (38) setzte sich in 2:08:36 Stunden durch.

"Unglaublich", jubelten die Fernsehkommentatoren, als er die letzten Meter auf der Boylston Street lief. Als bisher letzter Amerikaner hatte Greg Meyer vor 31 Jahren in Boston triumphiert. Diesem fiel der glückliche Gewinner im Zielbereich in die Arme.

Im Vorjahr war Keflezighi nur Zuschauer

"Ein phänomenaler Sieg. Es ging nicht um mich, sondern um die Leute hier. Ich habe alles für sie gegeben und sie haben mich auf den letzten Kilometern unglaublich unterstützt", sagte Keflezighi im Ziel sichtlich ergriffen. Im Vorjahr war er Zuschauer und hatte den Zielbereich gerade verlassen, als die Bomben explodierten. Seit jenem Tag, so Keflezighi, habe er dieses Rennen gewinnen wollen.

Mit einer US-Fahne um die Schultern genoss der Laufheld den größten Triumph seiner Karriere. 2004 hatte er in Athen Olympia-Silber erlaufen und 2009 den New-York-Marathon gewonnen.  Bei den Frauen gewann erneut die kenianische Titelverteidigerin Rita Jeptoo.

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