18-Jährige schläft nach Party tagelang durch

Wenn Hermione Cox-Denning es bei einer Feier so richtig krachen lässt, dann kann es passieren, dass sie danach tagelang nicht mehr aufwacht.
Auf den ersten Blick ist Hermione Cox-Denning eine ganz normale Frau. Doch sie leidet am sogenannten Kleine-Levin-Syndrom (KLS), gemeinhin auch Dornröschen-Syndrom genannt.

Das heißt: Sie schläft mitunter tagelang durch, vor allem, wenn sie Alkohol getrunken hat. Das erzählt sie auf ihrem Youtube-Channel (siehe Video oben).

Ihren Zustand beschreibt sie darin als "eine Art Mini-Koma", in dem sie angeblich noch nicht einmal aufsteht, um etwas zu sich zu nehmen oder auf die Toilette zu gehen. Nach der Party zu ihrem 18. Geburtstag sei sie fünf Tage lang nicht aufgewacht.

"Wiederkehrende, lange Schlafphasen von bis zu 18 Stunden"

Ingo Fietze vom Zentrum für Schlafmedizin an der Charitéin Berlin bezweifelt, dass sie wirklich so lange durchgeschlafen hat, bestätigt gegenüber Bild.de aber, dass Menschen mit KLS tatsächlich "an wiederkehrenden, langen Schlafphasen von bis zu 18 Stunden am Tag" leiden. Diese könnten sich zwischen zwei Tagen und fünf Wochen hinziehen.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Während dieser Zeit kann es zu Heißhungerattacken und erhöhtem sexuellem Verlangen kommen.

An Schule, Arbeit oder sonstigen Unternehmungen ist in solchen Phasen nicht zu denken, denn auch in den kurzen Wachphasen sind die Betroffenen nicht wirklich kommunikativ, sondern vielmehr desorientiert, lethargisch und apathisch. Möglich, dass Cox-Denning davon jeweils nichts mitbekommt oder sich nicht daran erinnern kann.

Viele falsche Diagnosen

Erstmals realisiert, dass etwas mit ihr nicht stimmte, habe sie im Alter von 15 Jahren, so Cox-Denning in ihrem Clip. Seither habe sie rund 30 solche Schlafphasen erlebt. Doch bis die richtige Diagnose gestellt war, habe es lange gedauert. Die von ihr konsultierten Mediziner hätten zunächst auf Grippe, Stress oder Depressionen getippt.

Tatsächlich ist das Dornröschen-Syndrom, dessen Ursachen noch nicht gänzlich geklärt sind, selten: Es kommt unter einer Million Menschen nur bei ein bis zwei Personen vor. In der Regel tritt es bei Jugendlichen während der Pubertät auf, so wie auch bei Cox-Denning – meist infolge einer Infektion. (red)

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