Nach Herzog-Rage sollen Spieler geweint haben

Das Wut-Interview von Andreas Herzog amüsiert das Netz. Hinter den Kulissen gab es härtere Bandagen. Israel-Spieler sollen geweint haben.
Das Video von Andreas Herzogs Interview nach der 2:3-Niederlage in Slowenien hat Kult-Charakter. In knapp 40 Sekunden holte der Israel-Teamchef in Englisch zum Rundumschlag aus und kritisierte seine Spieler für "dumme Fehler" und "unprofessionelles" Verhalten.

In Österreicher schmunzelt man über den Wutausbruch des ÖFB-Rekordspielers. In Israel applaudieren Herzog viele Fans, weil ihm der Erfolg des Teams derart am Herzen liege.

Wutausbruch in Kabine



CommentCreated with Sketch.2 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Bei den 40 Sekunden sollte es nicht bleiben. Was im Fernsehen nicht mehr zu sehen war, hatte es aber mindestens genauso in sich. In israelischen Medien ist von einem Tobsuchtsanfall in der Kabine die Rede.

Herzog habe dort weiter die Spieler verbal attackiert: "Ihr seid naiv! Ihr werdet nie irgendwas erreichen!" Er habe Flaschen durch die Kabine getreten und sogar ein Tisch sei zu Bruch gegangen. Erfahrene Spieler hätten zu weinen begonnen.

Es bleibt brisant. In denselben Berichten wird ein weiterer Österreicher erwähnt. Sportdirektor Willi Ruttensteiner, ehemals in ähnlicher Funktion beim ÖFB tätig, habe den Spielern demnach im Anschluss gedroht: "Wenn das an die Öffentlichkeit dringt, wird das nicht gut für Euch sein!"

Folgend die grobe Übersetzung des TV-Interviews:

Herzog: "Das hilft nichts. Wir sagen immer das war gut und das war gut. Wir sind einfach nicht professionell genug. Wir bekommen immer drei Gegentore. Wenn du das dritte Tor siehst: Das ist einfach schrecklich. Wir reden immer über die Qualifikation und dann passieren Fehler wie dieser. Ehrlich, das gibt es nicht."

Reporter: "Ich sehe, Sie wirken sehr aufgebracht."

Herzog: "Ja, soll ich glücklich sein? Wir hatten ein richtig gutes Spiel gegen ein großes Team. Wir waren zwei Mal stärker als Polen und wir verlieren das Spiel schon wieder. Wir reden immer über die Sachen von denen wir träumen. Aber wir müssen die entscheidenden Dinge auf dem Platz machen. Mit solchen dummen Fehlern verlieren wir jedes Spiel. Das ist nicht mehr lustig."


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