Hier verschwendest du im Haushalt den meisten Strom

Überall gibt es Sparpotential.
Überall gibt es Sparpotential.iStock
Privathaushalte können mit einfachen Tipps Energiefresser in Küche, Bad oder Wohnzimmer eliminieren und so Strom – und somit Geld – sparen.

Privathaushalte sind nach wie vor für rund ein Viertel des Endenergieverbrauchs in Österreich verantwortlich. Im Juli 2020 bezahlten private Haushalte durchschnittlich 30,91 Cent pro Kilowattstunde Strom. Hier erfährst du, wo im Haushalt Energiefresser lauern und wie du den Stromverbrauch senken und dadurch Geld sparen kannst.

Wasserverluste

Beim Thema Wassersparen muss unterschieden werden, ob es um kaltes oder um warmes Wasser geht. Während kaltes Wasser vielfach fast im Übermaß vorhanden ist, steckt im Warmwasser viel Energie. Es gibt einfache Möglichkeiten, ohne Komfortverlust einiges an Energiekosten einzusparen: Die Hände mit kaltem Wasser zu waschen, beim Zähneputzen das Wasser nicht laufen zu lassen und kurz zu duschen statt zu baden, reduziert den Verbrauch des kostbaren Guts Wasser und senkt die Stromkosten.

Wasser ist ein kostbares Gut.
Wasser ist ein kostbares Gut.(Bild: iStock)

Ineffiziente Geräte

Je nach Effizienzklasse lässt sich mit effizienten Küchengeräten eine Menge Energie sparen. Kühlgeräte beispielsweise müssen über eine Energieetikette verfügen. Diese gibt Auskunft über Energieverbrauch, Energieeffizienz, Kühlinhalt und Schallpegel.Der Energieverbrauch von Kühlschränken und Gefriergeräten nimmt seit Jahren ständig ab. Vor allem die deutlich besseren Isolationen ermöglichen bei den aktuell besten Geräten Stromeinsparungen von bis zu 80 Prozent.

Ausrangierte Kühlschränke werden aber vielfach an Studenten-Wohngemeinschaften weiterverschenkt. Dabei werden häufig die Stromkosten nicht miteinberechnet: Ein alter, dichter C-Kühl- oder Gefrierschrank verursacht pro Jahr rund 100 Euro Stromkosten. Ein Neukauf eines Kühlgeräts sollte also unbedingt geprüft werden.

Zu kalt eingestellte Kühlgeräte

Die individuell eingestellten Temperaturen in den Kühlfächern haben einen Einfluss auf den Energieverbrauch von Kühlgeräten. Bei einer Innentemperatur von vier statt sechs Grad benötigt ein Kühlschrank zehn Prozent mehr Strom. Im Sommer oder wenn stark geheizt wird und die Raumtemperaturen höher sind, wird mehr Kühlleistung als im Winter benötigt. Für die meisten Lebensmittel ist eine Temperatur von fünf Grad Celsius ideal, allenfalls ist für bestimmte Produkte wie beispielsweise Fisch eine etwas tiefere Temperatur sinnvoll.

Die individuell eingestellten Temperaturen in den Kühlfächern haben einen Einfluss auf den Energieverbrauch von Kühlgeräten.
Die individuell eingestellten Temperaturen in den Kühlfächern haben einen Einfluss auf den Energieverbrauch von Kühlgeräten.iStock

Waschen bei zu hohen Temperaturen

Waschmaschinen brauchen am meisten Energie für das Aufwärmen des Wassers, je nach Quelle sind es bis zu zwei Drittel des Gesamtenergieverbrauchs eines Waschvorgangs. Mit modernen Waschmitteln genügt für leicht bis mittelmäßig verschmutzte Wäsche in vielen Fällen eine Waschtemperatur von 30 Grad. Bei tiefen Temperaturen wird zudem das Gewebe geschont. Mit 30 Grad lässt sich bis zu 70 Prozent Strom sparen gegenüber einer 90-Grad-Wäsche und bis 20 Prozent gegenüber einer 40-Grad-Wäsche.

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