Hirscher kritisiert Industrie: "Nett fürs Marketing"

Marcel Hirscher
Marcel HirscherGEPA
Neuer Job und neue Themen für Marcel Hirscher! Als Ski-Produzent denkt die ÖSV-Ikone über Nachhaltigkeit nach – und kritisiert die Industrie.

Mit seiner Firma "Van Deer" stieg Hirscher in die Ski-Industrie ein, mit "The Mountain Studio" betreibt er eine Bekleidungsfirma. Jetzt sind für ihn die großen Themen nicht mehr Kantenschliff und Ideallinie, sondern Marketing und Greenwashing. Damit bezeichnet man das Phänomen, dass Firmen versuchen, ihre Produkte als nachhaltig und umweltschonend darzustellen, obwohl sie das nicht sind.

Hirscher meint im Audi-Magazin, dass ihm das Thema Klimawandel wichtig sei. "Trotzdem glaube ich, dass das Thema Nachhaltigkeit zum Teil überstrapaziert ist. Viele betreiben da ein Greenwashing - das mag zwar nett fürs Marketing sein, hat aber in der Tiefe nicht wirklich seine Berechtigung. Das schlimmste sind für mich Trends. Fashion, Handys - jeden Tag muss etwas Neues her, da werden Ressourcen Ende nie verbraucht", meint der Salzburger weiter.

Bei seinem eigenen Outdoor-Label "The Mountain Studio" sei das freilich anders. Der Ansatz sei "Produkte zu kreieren, die so eine lange Lebensdauer haben, dass sie dadurch automatisch eine Nachhaltigkeit generieren." Um die Zukunft macht er sich keine allzu großen Sorgen. "Wir Menschen haben schon oft bewiesen, dass wir für die Dinge, die wir unbedingt wollen und brauchen, auch pragmatische Lösungen parat haben - genau das gibt mir Zuversicht."

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