Hirscher-Nachfolger? Schwarz verrät seinen Weltcup-Plan

Marco Schwarz zählt zu den Geheimfavoriten auf den Gesamtweltcup.
Marco Schwarz zählt zu den Geheimfavoriten auf den Gesamtweltcup.(Bild: kein Anbieter/GEPA-pictures.com)
Der Saisonauftakt steht vor der Tür. In Sölden fällt kommende Woche der Weltcup-Startschuss. Marco Schwarz betreibt im Vorfeld Understatement.

Ski-Fans fiebern dem Weltcupstart in Sölden entgegen. Am 18. Oktober steigt der Riesenslalom der Herren. ÖSV-Star Marco Schwarz ist die wohl größte Hoffnung auf einen Heimerfolg.

Der 25-Jährige gilt für viele sogar als ein möglicher Kandidat für den Gesamtweltcup. Nach seinem Kreuzbandriss im Anschluss an die mit drei Medaillen höchst erfolgreichen WM in Aare hatte er sich stark zurückgekämpft, im Frühjahr groß aufgezeigt. Beim Slalom in Kitzbühel wurde er Zweiter, beim Riesenslalom-Klassiker in Adelboden Dritter. 

Ski-Ikone Marcel Hirscher hat mit seinem Rücktritt vor etwas mehr als einem Jahr eine große Lücke hinterlassen. Die Hoffnungen der österreichischen Fans ruhen zu großen Teilen auf den Schultern von Schwarz. Ob er sogar im Rennen um die große Kristallkugel in die Fußstapfen des achtfachen Gesamtweltcupsiegers steigen könnte? Immerhin hat Schwarz als hervorragender Kombinierer seine Speed-Fähigkeiten schon oftmals unter Beweis gestellt.

Bei einem Medientermin im Vorfeld des Sölden-Auftakts steigt der Kärntner auf die Euphoriebremse. "Es sind schon richtige Kapazunder dabei", sagt er über seine Konkurrenten. Er werde sich auf die technischen Bewerbe konzentrieren, besonderes Augenmerk auf den Slalom legen. "Natürlich ist es ein Ziel, ganz vorne mitzufahren. Aber es wird sicher schwer werden", sagt er über den Gesamtweltcup.

Nach seinen beiden Weltcupsiegen im Oslo-City-Event und in der Wengen-Kombination möchte er heuer auch im Slalom endlich das oberste Treppchen erklimmen. Im Riesenslalom will er "den nächsten Schritt machen". Heißt: konstant unter die Top Ten. 

Ganz abschreiben will er mögliche Starts bei Speedrennen noch nicht. "Wenn es sich irgendwie gut ausgeht und reinpasst, würde ich es schon gerne fahren", sagt er über Super-Gs. Abfahrten kommmen für ihn (noch) nicht in Frage. Schlecht für seine Gesamtweltcup-Chancen: Wegen der Pandemie wird es im abgespeckten Kalender keine Kombinationen geben. Die FIS versucht, Damen und Herren sowie Techniker und Speedathleten so oft wie möglich zu trennen, um Ansteckungen mit dem Coronavirus gering zu halten.

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