Hochwasser: Land versichert unbürokratische Hilfe

Zerstörte Schule in Aggsbach-Dorf: Landesvize Stephan Pernkopf war am Montag in den Katastrophengebieten
Zerstörte Schule in Aggsbach-Dorf: Landesvize Stephan Pernkopf war am Montag in den KatastrophengebietenBüro Pernkopf
Die starken Regenfälle richteten enormen Schaden in Teilen Niederösterreichs an. Das Land stellte rasche Hilfen in Aussicht.

Am Montag zeigte sich das ganze Ausmaß der Schäden durch die schweren Unwetter am Wochenende: Neuhofen an der Ybbs, Ferschnitz und Euratsfeld im Bezirk Amstetten, Paudorf und Furth (beide Krems) sowie Aggsbach-Dorf (Melk) wurden zu Katastrophengebieten erklärt - mehr dazu hier.

"Nachbarschaftshilfe spürbar"

Landesvize Stephan Pernkopf, am Montag selbst im Mostviertel unterwegs, sicherte in Absprache mit Landeschefin Johanna Mikl-Leitner (beide VP) Hilfen zu: „Hunderte Gebäude und Infrastruktur ist beschädigt. Hilfe aus dem Katastrophenfonds steht zur Verfügung und wird unbürokratisch ausbezahlt.“ Auch die AK Niederösterreich und die Caritas sagten Unterstützung zu.

Pernkopfs Dank galt den Einsatzkräften und zahlreichen couragierten Personen. "Die Nachbarschaftshilfe ist spürbar", betonte der Landesvize.

In Ferschnitz war auch eine Brücke weggerissen worden, der Ort vorübergehend nicht erreichbar. Bereits am Sonntag war dort - wie auch in Neuhofen a. d. Ybbs - Zivilschutzalarm ausgelöst worden. In und um Paudorf und Furth war ein schweres Gewitter niedergegangen, binnen zwei Stunden hatte es am Sonntagnachmittag rund 150 Liter pro Quadratmeter geregnet. 120 Gebäude wurden überflutet, mehrere Brücken verklaust und kleinere Straßenabschnitte zerstört, bilanzierte die Feuerwehr Krems. Angespannt war die Lage auch an der Donau. Bei der Messstelle Kienstock (Krems) lag der Pegel beinahe bei acht Metern.

Soldaten im Einsatz

Ähnlich präsentierte sich die Lage in Aggsbach-Dorf, wo am Montag 19 Feuerwehren mit 126 Mitgliedern sowie Soldaten des Bundesheeres zu Werke gingen. Stark beschädigt wurde u.a. die örtliche Volksschule, deren Keller laut den Helfern teilweise einstürzte. Vom Schlamm gesäubert wurde auch das Waldbad.

Am Montag liefen die Aufräumarbeiten an, danach sollen sofort die Schadenskommissionen starten. Der Schaden alleine bei den Agrarflächen soll rund 3,5 Millionen Euro betragen. Seit Samstag waren 5.200 Florianis von 364 Feuerwehren zu 950 Einsätzen ausgerückt. Wegen des Unwetters fiel heute in der Früh zudem bei rund 3.000 Haushalten in St. Pölten der Strom aus.

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