Hollande über Liebesleben: "Schmerzhafte Momente"

Frankreichs Präsident Francois Hollande lehnte am Dienstag im Rahmen einer großen Pressekonferenz eine Stellungnahme zur seinem Privatleben ab. Der angeblich in eine Liebesaffäre verstrickte Hollande gab aber zu, dass die Beziehung mit seiner in ein Spital eingelieferten Langzeitpartnerin Valerie Trierweiler derzeit eine "Bewährungsprobe" durchläuft. Trierweiler will von der Affäre "wie ein TGV (Zug, Anm.) überrollt" worden sein.

Frankreichs Präsident Francois Hollande lehnte am Dienstag im Rahmen einer großen Pressekonferenz eine Stellungnahme zur seinem Privatleben ab. Der angeblich in eine Liebesaffäre verstrickte Hollande gab aber zu, dass die Beziehung mit seiner Langzeitpartnerin Valerie Trierweiler derzeit eine "Bewährungsprobe" durchläuft. Trierweiler will von der Affäre "wie ein TGV (Zug, Anm.) überrollt" worden sein.

Ein "Geständnis" wollte Hollande bei der in Frankreich mit Spannung erwarteten Pressekonferenz auf die Frage, ob seine offizielle Lebenspartnerin Valerie Trierweiler noch die Grand Dame sei, nicht machen. "Ich habe ein Prinzip: Private Angelegenheiten werden privat behandelt, in der respektvollen Vertrautheit für jeden", schmetterte er den Reportern entgegen. Es sei nicht der richtige Ort und Zeitpunkt, um auf solche Fragen zu antworten.

"Bewährungsprobe" im persönlichen Leben

Ganz zugeknöpft blieb Hollande - vermutlich aufgrund des Drucks von Außen - aber dennoch nicht. "Jeder kann in seinem persönlichen Leben Bewährungsproben durchmachen, das ist bei uns der Fall", gestand er ein. Dies seien "schmerzhafte Momente". Er versprach, dass er vor seiner am 11. Februar vorgesehenen USA-Reise die Situation klären werde.

Nicht nur Trierweiler, sondern auch zahlreiche Politiker auch aus seinem eigenen sozialistischen Lager hatten Hollande zuvor aufgefordert, die Position der Premiere Dame zu klären. Das Magazin "Closer" hatte am Freitag berichtet, dass der Präsident seit Monaten eine Liebesaffäre mit der Schauspielerin Julie Gayet hat. Dem hat Hollande bisher nicht widersprochen. Trierweiler ist seither wegen Depressionen im Krankenhaus.

Trierweiler erzählte unterdessen einem Journalisten im Spital, sie sei "von Hollandes Affäre wie ein TGV überrollt worden", würde "ihm aber vergeben". Hollande plant laut Insider-Informationen aber, ihr den Laufpass zu geben.

Auch Einsparungen verkündet

Als wären die privaten Schlagzeilen noch nicht genug, überbrachte Hollande den Franzosen auch noch die Hiobsbotschaft, dass zwischen 2015 und 2017 50 Milliarden Euro eingespart werden müssen. "Das ist viel, das ist noch nie gemacht worden", sagte Hollande. Für dieses Jahr seien schon Einsparungen von 15 Milliarden Euro beschlossen worden.

Hollande ist seit Mai 2012 im Amt und der Präsident mit den den schlechtesten Umfragewerten seit langem. Nur gut 20 Prozent der Franzosen gewähren ihm noch ihre Unterstützung - und das vor den Kommunalwahlen im März und der Europa-Wahl. Die mutmaßliche Affäre hat Hollande aber einer Ifop-Umfrage zufolge nicht weiter geschadet. Für die meisten Franzosen ist das ohnehin eine Privatangelegenheit. Ifop-Analyst Frederic Dabi fasst es freilich so zusammen: "Tatsächlich ist er bereits so unpopulär, dass es keine Änderung mehr gab."

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