"Ich kann mich nicht über viel beschweren"

Vor seiner ausverkauften Show im Wiener Konzerthaus hat der Ausnahmekünstler mit der "Heute" geplaudert.
Der 1,96 Meter große Ire ist momentan mit seiner Tour zum aktuellen Erfolgsalbum "Wasteland, Baby!" unterwegs. Am Dienstag machte er mit seiner achtköpfigen Band Station im Wiener Konzerthaus.

Leicht angeschlagen durch eine noch nicht ganz ausgestandene Verkühlung stellte sich der sympathische Musiker trotzdem unseren Fragen. Die wohl wichtigste Frage, die sich jetzt aufdrängte, war die nach neuer Musik. Obwohl das Release von "Wasteland, Baby!" noch nicht so lange her ist, hat der 29-Jährige bereits anklingen lassen, dass es bald wieder etwas Neues von ihm zu hören gibt.



CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. "Es war eine Herausforderung, aber es läuft gut", erzählt Hozier über die Aufnahmen von neuem Material. "Jeden freien Moment zwischen den einzelnen Tour-Abschnitten verbrachte ich im Studio. Es war kraftraubend und es wäre echt großartig, die Taschen noch vor dem Ende der Tour zu leeren und den Fans etwas neues zu hören zu geben".

Ein ganzes Album wird es allerdings noch nicht werden. Ob er die paar Songs als EP veröffentlicht oder in einer anderen Form, wisse er jetzt allerdings noch nicht.

Geräuschemachen ist mein Beruf

Obwohl er den Großteil des Jahres auf Tour verbracht hat, fühlt er sich nicht ausgelaugt. Es gab kaum Momente, in denen er nicht gerne unterwegs war. "Schlussendlich kann ich mich nicht wirklich über viel beschweren. Das Geräuschemachen ist mein Beruf und der ist nicht besonders schwer. Bislang hab ich mir keinen Arm abgearbeitet. An manchen Tagen hat man zu wenig Schlaf, aber da muss man durch", so Andrew Hozier-Byrne über die für ihn nicht wirklich schlimmen Seiten seines Berufs. "Ich bin froh, behaupten zu können, dass es keine schlechten Momente gibt, an die ich mich erinnern kann".

Zeitalter der Angstgefühle

Bei seinem Auftritt am Electric Picknick-Festival in Irland vor einigen Tagen scherzte Hozier, dass er Liebeslieder für das Ende der Welt schreiben würde. Auf die Frage, ob das nur ein hypothetisches Gefühl im Rahmen seiner Kunst sei, oder ob er tatsächlich glaubt, die Welt gehe langsam dem Ende zu, antwortete er: "Es ist schon ein bisschen eine Übertreibung. Aber wir leben in diesem Zeitalter der Angstgefühle. Wenn man auf sein Handy schaut, sind die einzigen Geschichte, die man dort liest, sind solche, die Panik erzeugen sollen. Darüber hat man keine Kontrolle. Also ja, man könnte schon glauben, dass es so ist".

Wie viele andere Künstler sind auch Hozier und seine Fans von Ticketabzockern betroffen. Für seine Shows in Dublin gab es schon vor dem offiziellen Verkaufsstart Karten für den dreifachen Verkauspreis auf einschlägigen Websites zu kaufen. " Solange es da keine rechtlichen Regelungen gibt, kann man da momentan nicht viel machen. Es ist sehr frustrierend", sieht der Musiker die Verantwortung für die halblegale Abzocke bei der Politik.

Bis das soweit ist, lässt er sich allerdings nicht vom Touren abhalten. Bis in den Dezember hinein ist er noch auf Tour durch Europa und Nordamerika. In New York spielt er an fünf aufeinanderfolgenden Tagen im ausverkauften Hammerstein Ballroom.



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