HSV: Wer den Scharner hat, der hat den Spott

Bild: GEPA

Der EX-ÖFB-Kicker Paul Scharner hat nach seinem Wechsel zum deutschen Bundesligisten Hamburger SV am Samstag gegen den FC Freiburg zum ersten Mal in der Startelf gespielt. Aus diesem Grund bat er einen Tag zuvor auch zu einer Pressekonferenz. Dumm nur, dass sein Auftritt nach 34 Minuten vorbei war - denn dann musste der Exzentriker mit Gelb-Rot vom Platz.

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Zugegeben, eine Gelb-Rote Karte für einen Verteidiger ist an und für sich nicht weiter spektakulär, und war hier auch etwas übertrieben. Nur sind es in diesem speziellen Fall die Begleitumstände, die einen zum schmunzeln bringen. Denn es war Paul Scharners erster Pflichtspieleinsatz für den HSV von Beginn an.

Deswegen hat er am Freitag auch zu Vertretern der Medienlandschaft gesprochen, um Deutschland auf sein Kommen vorzubereiten. Und was er dort von sich gegeben hat, lässt seinen Kurzauftritt noch kurioser erscheinen.

"Vorhang auf für die Scharner-Show" titelte die Homepage von "Eurosport". Über den 32-jährigen Scheibbser heißt es dort im O-Ton:

"Das "enfant terrible" des österreichischen Fußballs hat darüber hinaus mit Valentin Hobel einen Karriere-Coach. In den Gesprächen mit ihm gehe es darum, "den idealen Leistungszustand herzustellen". Dazu gehört auch, die eigene Euphorie und Energie zu kanalisieren, denn Scharner sieht durchaus die Gefahr, bei seinem ersten Startelf-Einsatz über das Ziel hinauszuschießen. "Diese Gefahr muss und werde ich in den Griff bekommen. Aber ich habe eine klare Vorstellung, was ich in die Mannschaft einbringen möchte"

Auch die spezielle Yoga-Übung mit dem Klangvollen Namen "Sonnenatmung" hat anscheinend nicht die gewünschte Wirkung gebracht. Wer hätte allerdings trotzdem gedacht, dass der Verteidiger bereits nach 34 Minuten über das Ziel hinausschießen würde, der Vorhang der Scharner-Show noch vor dem Ende des ersten Akts fallen würde. Die Partie der beiden Mittelständler endete 0:0.

Scharner: "Bin von mir zutiefst enttäuscht"

"Ich bin von mir zutiefst enttäuscht", gestand der 32-Jährige nach Gelb-Rot gegen Freiburg (0:0). "Mir tut es leid für die Kollegen", betonte Scharner. "Ich habe meine Chance bekommen und nach 35 Minuten verspielt. Ich glaube nicht, dass ich übermotiviert war." Auf die nächste wird er wieder einige Zeit warten müssen.

Sein Trainer hat einen Rat parat: "Vielleicht muss Paul noch lernen, dass in Deutschland schneller gepfiffen wird", meinte HSV-Trainer Thorsten Fink.

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