Huawei enthüllt P20-Serie: stärker, größer, mit Notc...

Das P20 Lite hat Huawei bereits vom Stapel gelassen, in Paris wurden nun die neuen Smartphones P20 und P20 Pro mit Überraschungen vorgestellt.

Das P20 Lite hat Huawei bereits vor wenigen Tagen direkt in den Verkauf gestartet, in Frankreich wurden am Dienstag die großen Brüder P20 und P20 Pro präsentiert. "Heute" konnte das Spitzenmodell P20 Pro bereits testen. Alle drei Smartphone-Modelle verfügen am oberen Bildschirmrand über eine "Notch" genannte Ausnehmung, die die Selfie-Kamera beinhaltet.

Generell hat sich viel bei der neuen P-Generation getan. Bricht man die Vergleiche zur P10-Serie herunter, tun sich drei Hauptmerkmale hervor: gewaltige Sprünge gab es bei allen drei Modellen bei den Displays, der Kamera sowie dem noch edleren Gehäuse. Allerdings ist auch der Preis im Vergleich zu den Startpreisen der Vorgänger angestiegen. Zudem fiel ein "Plus"-Modell weg, dafür betritt das "Pro" mit seiner Triple-Kamera Smartphone-Neuland. Es ist auch das Top-Modell, das stark an die Business-Serie "Mate" anknüpft. Als Abgrenzung findet sich der Fingerabdrucksensor beim P20 und P20 Pro an der Vorderseite.

Huawei P20 lite

Das Huawei P20 lite ist zum Preis von 369 Euro erhältlich und verfügt über das neueste EMUI 8.0-System, Huawei FullView Display 2.0, eine Doppelobjektiv-Hauptkamera und ist in den Farben "Midnight Black", "Klein Blue" und "Sakura Pink" zu haben. Es ist mit einer äußerst starken 16 MP Frontkamera und einer 16 MP + 2 MP Hauptkamera samt Spezialfunktionen wie einem Bokeh-Modus ausgestattet. Das FullView Display 2.0 ist ein 5,8 Zoll großer Retina-HD-Bildschirm. Im Vergleich zum P10 Lite wuchs das neue "Lite" um ganze 0,6 Zoll.

Im Inneren arbeitet ein Kirin 659 Octa-Core-Chip mit 4 GB RAM, der interne und erweiterbare Speicher beträgt 64 GB. Es ist auch das einzige Gerät der P20-Reihe, dessen Speicher erweiterbar ist. Der Akku ist 3.000 mAh stark. Besonderheit im Billigsegment: die Rückseite ist überraschend so wie bei den stärkeren Modellen aus Glas. Als einziges der P20-Modelle hat das Lite den Fingerabdruckscanner mittig oben auf der Rückseite angebracht. Beim P20 und P20 Pro ist er dagegen vorne zu finden. Und: als einziges Modell verfügt das Lite über eine herkömmliche 3,5 Millimeter Kopfhörer-Klinke. Alle drei Modelle werden aber per USB-C geladen.

Huawei P20

Ebenfalls 5,8 Zoll groß ist das P20, es verfügt über ein LCD-Display mit einer Auflösung von 2.240 x 1.080 Pixeln, wie das Pro im 18,7:9-Format. Zur Erinnerung: das Standard-P10 als Vorgängermodell war "nur" 5,1 Zoll groß. Das P20 ist Staub- und Spritzwasser-geschützt (IP53), das Pro dann bis zu einer Tiefe von einem Meter wasserdicht (IP67). Der Akku bietet 3.400 mAh, in Österreich soll es die Farben Schwarz, Blau und Pink-Gold geben. Die revolutionäre Triplekamera samt fast verlustfreiem 5fach-Zoom ist dem Pro vorbehalten.

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Beim P20 kommt eine Dual-Cam zum Einsatz, die im Vergleich zum Vorgänger nun nicht mehr horizontal, sondern vertikal auf der linken Seite des Smartphone-Rückens angeordnet ist. Es handelt sich um eine verbesserte Version der bekannten 20 MP Monochrom- und 12 MP RGB-Sensoren in Kooperation mit Leica. Auch die Dualkamera soll den Super-Zeitlupenmodus mit 960 fps bei 720p-Auflösung bieten. Als Prozessor kommt der aus dem Mate 10 Pro bekannte KI-Chip Kirin 970 mit 4 GB RAM und 128 GB Speicher zum Einsatz. Das P20 läuft aus einer Android-8.1-angepassten EMUI-8.1-Oberfläche. Preis: 679 Euro.

Huawei P20 Pro

Das Spitzenmodell hat "Heute" bereits ausprobieren können, die detaillierten Eindrücke können Sie hier nachlesen. Betrachtet man das P10 Plus als Vorgänger, so wuchs die Modellgeneration von 5,5 auf 6,1 Zoll an und bietet ein OLED-Display. Bei der Kamera ist erstmals ein System aus drei Sensoren nun ebenfalls vertikal statt horizontal verbaut. RGB-Sensor arbeitet mit gewaltigen 40 MP, der Monosensor mit 20 MP und der Teleobjektiv-Sensor mit 8 MP. Zusammen sorgt das für einen "Hybrid-Zoom" mit bis zu fünffacher Vergrößerung. "Hybrid" deswegen, weil ein dreifacher optischer Zoom mit einem zweifachen digitalen Zoom kombiniert wird.

Alles, was man wissen muss: Das Huawei P20 Pro im Hands on. (Video: heute.at)

Die Triplekamera bietet zudem Farbtemperatur-Infrarotsensor und Laser-Autofokus, die Blenden der Sensoren betragen f/1.8, f/1.6 und f/2.4. Möglich: Aufnahmen in fast vollständiger Dunkelheit, Super-Zeiltlupevideos, KI-Erkennung von Motiven und ein KI-unterstützer Fokus. Eine Besonderheit ist die KI-unterstützte "Komposition": auf Wunsch zeigen eingeblendete Linien am Kamerabildschirm eine vorgeschlagene Fotoausrichtung, etwa nach künstlerischen Aspekten oder bei Gruppenfotos um alles im Bild zu haben. Unglaublich stark bemessen ist auch die 24 MP Frontkamera.

Bei den technischen Daten kennt man vieles vom Huawei Mate 10 Pro: Kirin 970 KI-Chipset mit nochmals verbesserter automatischer Erkennung von Bildmotiven oder Lichtverhältnissen, 6 GB RAM, 128 GB interner Speicher sowie USB-C-Anschluss mit Supercharge-Funktion und starkem 4.000 mAh Akku. Der Rahmen besteht aus fast nicht erkennbarem Aluminium, der Rücken und die Front aus Glas. Das mit 7,8 Millimetern äußerst schlanke Gerät erscheint in den Farben Schwarz, Blau und "Twilight". Letztere zeigt einen Farbverlauf von Blau über Lila zu Türkis und ändert bei Lichteinfall die Erscheinung. Für das Kamera-Weltpremierenmodell werden 849 Euro fällig. (rfi)

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