Hündin wird derart getreten, dass ihr Auge herausfällt

Ladys Auge muss nach dem Tritt operativ entfernt werden.
Ladys Auge muss nach dem Tritt operativ entfernt werden.Privat
In Winden, Schweiz, trat ein Mann so stark gegen eine Malteserhündin, dass ihr Auge schwer verletzt wurde. Dieses muss nun operativ entfernt werden.

"Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen", sagt Borka Stojkovic aus Gossau SG in der Schweiz. Ihre neunjährige Malteserhündin "Lady" wurde am Samstag in Winden TG schwer am Kopf verletzt. So sehr, dass das linke Auge bald operativ entfernt werden muss. Ereignet hat sich der Vorfall bei der Wirtschaft zum Klösterli.

Dort ist Stojkovic zusammen mit ihrem Mann Mitglied im Boccia-Verein. Mehrere Mitglieder des Vereins waren nach den heftigen Schneefällen der vergangenen Tage mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Zur gleichen Zeit wurden Arbeiten bei einem Restaurant getätigt, das sich im gleichen Gebäude befindet. Mit dabei war am Samstag auch Hündin "Lady". "Sie ist harmlos, aber sie bellt fremde oder unerwartet auftretende Personen an", so Stojkovic. Eine Person, die sie immer wieder anbellte, war ein Mann, der beim Restaurant Renovierungsarbeiten durchführte und der ihnen öfters begegnete.

Mit Stahlkappenschuh getreten

Als der Mann auf das WC des Restaurants ging, bellte die Hündin ihn erneut an und lief auf ihn zu. "Er hat mit dem Schuh eine Bewegung gegen Lady gemacht, hat sie aber nicht getroffen", erzählt Stojkovic. Als er aus dem WC gekommen sei, habe die Hündin erneut gebellt. Dann sei alles ganz schnell gegangen. "Der Mann kniete sich herunter und schlug Lady zuerst mit einem Holzmeter, bevor er sie mit seinem Stahlkappenschuh am Kopf traf", so die Gossauerin. Ihr Ehemann wolle sofort auf den Mann losgehen, doch dann bemerkten sie, wie schlimm Lady zugerichtet worden war. "Einer unserer Vereins-Mitglieder sah, wie Lady’s linkes Auge heraushing", erzählt sie.

Das Auge muss herausoperiert werden

Es kam zu einem heftigen Wortgefecht zwischen dem Mann und der Familie des Hundes. Dann sei man direkt mit der Hündin in eine Kleintier-Klinik nach Herisau AR. Dort habe man versucht, das Auge zu retten - vergebens.

Spätestens am Dienstag soll Lady operiert und das Auge entfernt werden. Im besten Falle könne die Hündin mit einem Auge weiterleben. Doch es könne auch sein, dass man die Hündin einschläfern müsse. "Wir sind jetzt auf Abruf bereit und werden sofort ins Tierspital gehen, falls sich ihr Zustand verschlechtert", sagt die Gossauerin.

Keine böse Absicht

Der Beschuldigte stritt gegenüber "20 Minuten" nicht ab, dass er der Hündin einen "Schups" gegeben habe. "Der Hund hat mich zwei Mal angegriffen und mich an der Hose gepackt, beide Male haben die Besitzer den Hund nicht zurückgepfiffen", sagt er. Die Besitzer bestreiten, dass die Hündin ihn je angegriffen hat.

Er sei in der Vergangenheit bereits von Hunden angegriffen worden und habe deshalb Mühe mit Vierbeinern. "Beim zweiten Mal, als ich wieder vom WC zurückkam, habe ich mit meinem Holzmeter gegen den Hund gewedelt und ihn mit meinem Schuh weggeschubst." Es sei sicherlich nicht seine Absicht gewesen, den Hund derart zu verletzen. Man habe gesagt, man hole die Polizei, doch diese sei nie aufgetaucht. "Dann bin ich wieder gegangen", meint er.

Laut den Besitzern hat sich die Lage der Hündin zwar stabilisiert, sie leide aber sichtlich. "Sie isst nichts mehr und läuft immer in die Wand oder ins Sofa", sagt Stojkovic. Am Montag möchten sie und ihr Mann Anzeige gegen den Hundetreter erstatten. "Ich will, dass er sich vor Gericht für seine Tat verantworten muss", so Stojkovic.

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