iPhone 11 Pro im Test: Hält Überraschungen bereit

Äußerlich kaum verändert, hat das iPhone 11 Pro doch einige Neuerungen zu bieten. Vor allem das Kamerasystem weiß zu beeindrucken.
Äußerlich hat sich seit den Vorjahresmodellen nicht viel getan, bei den iPhones des Jahres 2019. Maße und Display sind praktisch gleich geblieben. Für spannende Neuerungen sorgt nicht nur das – auch für ältere Modelle verfügbare – neue Betriebssystem iOS 13, sondern vor allem das für seine Optik im Vorhinein lächerlich gemachte Kamerasystem.

Aber der Reihe nach: Das Display des von "Heute" getesteten iPhone 11 Pro ist ein 5,8 Zoll großes OLED-Display, das in punkto Kontrast und Helligkeit Verbesserungen bringen soll. Die Frontkamera hat ein paar Megapixel mehr dazubekommen (von 7 auf 12) und der Akku soll bis zu vier Stunden länger halten. Der neue A13 Bionic Chip wurde nach ersten unabhängigen Tests erneut als neue Benchmark am Smartphone-Markt gelobt.

Eine sehr angenehme Neuerung ist die Glasrückseite des iPhone 11 Pro, die diesmal matt ist. Fingerabdrücke sind darauf so gut wie gar nicht sichtbar, das Finish macht einen edlen Eindruck.

Eine der besten Kameras



Drei Kameras schmücken die Hinterseite des iPhone 11 Pro. Neben einer Ultraweitwinkel- und einer "normalen" Weitwinkellinse hat die "Pro"-Version exklusiv noch das Teleobjektiv mit dabei. 12 Megapixel haben sie jeweils, und mit der in vieler Hinsicht verbesserten Software dahinter kann das Kamerasystem wieder mit den besten der Branche mithalten.

Der Nachtmodus ist ein besonderes Highlight, er wurde seit dem vorigen Jahr erneut verbessert und beeindruckt. Das iPhone macht da alles automatisch: Es erkennt, wann aufgrund des schwachen Lichtes der Nachtmodus notwendig ist und zeigt auch gleich an, wie lange (1-3 Sekunden) man die Kamera auf das Motiv halten muss.

In Sachen Foto- und vor allem Videobearbeitung hat die neue Software iOS 13 einen großen Schritt gemacht. Ab sofort kann der Nutzer auch die Ausrichtung von Videos drehen und allerhand Fein-Tuning daran durchführen. Das war bisher nicht möglich.

Folgende Bilder zeigen den Vergleich zwischen einem iPhone 7 und dem neuen iPhone 11 Pro:





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iOS 13 mit Dark Mode und Wischen



Das neue Betriebssystem von Apple, iOS 13, hat nicht nur in Sachen Kamera-Software und Bildbearbeitung einen großen Schritt nach vorn gemacht. Der sehnlich erwartete Dark Mode hat es nun auch aufs iPhone geschafft. Dabei werden die Menüs und Apps verdunkelt, um vor allem in finsterer Umgebung für eine angenehmere User Experience zu sorgen. Bei iPhones mit OLED-Display soll sich der Dark Mode sehr positiv auf die Akku-Laufzeit auswirken.

Viele wird auch freuen, dass nun endlich die Standard-Tastatur des iPhone "wischen" anstatt nur tippen erlaubt. Auf Android war das längst möglich, am iPhone musste man dafür bisher auf Drittanbieter-Apps zurückgreifen.

Auch in Sachen Privatsphäre hat Apple nachgebessert: Was allen iOS13-Nutzern ziemlich schnell auffällt: Apps müssen ab sofort um Erlaubnis fragen, wenn sie Bluetooth verwenden wollen. Auch zeigt iOS Warnungen an, wann und wie oft eine bestimmte App in letzter Zeit Standortdaten abgefragt hat. Bald wird man auf mehreren Apps und Webseiten "Sign" verwenden können, um sich direkt mit der Apple ID zu registrieren. Man entscheidet selbst, welche Daten man der neuen Website bekanntgeben will.

Unterschiede 11 und 11 Pro



Im Vergleich zum iPhone 11 Pro hat das "billigere" Modell (iPhone 11) keinen OLED-Display, dafür ist ein leicht größerer LCD-Display mit 6,1 Zoll verbaut. Und auch die dritte Kamera, das Teleobjektiv, fehlt. Der beeindruckende Nachtmodus ist mit diesem Modell jedoch auch möglich. Wer also auf OLED und das Teleobjektiv verzichten kann, ist wahrscheinlich mit dem iPhone 11 gut beraten. Eine größere Version, so wie beim 11 Pro, gibt es hier nicht. Das 11 Pro Max kann mit besten Akku-Laufzeit des neuen iPhone-Lineups aufwarten.

Auf keinen Fall geizig sein sollte man bei der Speicherkapazität. Die internen Speicher von iPhones konnte man ja noch nie erweitern – das ist auch diesmal nicht möglich. Jemand, der viele Fotos, Videos und Apps auf seinem Gerät hat, wird mit 64 GB wohl auf Dauer nicht auskommen.

Eine gute Faustregel hier: Wer sein Handy schon einige Zeit besitzt, kann sich am bisher verbrauchten Speicherplatz orientieren. Wie viel Speicherplatz hat man bisher verbraucht? Weniger werden wird das sicher nicht.

Deutlicher Unterschied



Das iPhone 11 und 11 Pro dürften sich dieses Jahr deutlich besser verkaufen als das XS und XR im Vorjahr. Das liegt wohl auch daran, dass viele die Vorjahresversion "ausgesessen" haben und somit ein zwei Jahre altes Gerät zuhause haben. Gerade für jemanden, der schon ein zwei bis drei Jahre altes Smartphone hat, macht das Upgrade doch einen deutlichen Unterschied.

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Hinweis: Das iPhone 11 Pro wurde uns zu Testzwecken von A1 zur Verfügung gestellt und wurde nach Abschluss des Tests wieder retourniert.

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