Islamisten wollten Spitalspatienten bekehren

Mehrere junge Männer haben am Sonntagabend versucht, Patienten im Landeskrankenhaus Leoben zum Islam zu bekehren. Dabei haben sie Broschüren eines deutschen Hasspredigers und Koran-Exemplare hinterlegt. Spitalsmitarbeiter schickten sie weg und verhängten ein Hausverbot.

Wie die "Kleine Zeitung" berichtete, suchten mehrere Männer zwischen 20 und 21 Uhr Patienten in ihren Zimmern auf. "Es wurden auch Flyer mit radikalislamistischen Inhalten verteilt", erzählte Sylvia Noe, Pflegedirektorin der Landeskrankenhäuser Leoben und Bruck. Ansprechpartner im Internet war der prominente Salafisten-Prediger , auch Abu Hamza genannt. Ein Patient beobachtete, dass Koran-Exemplare verteilt wurden.

Das Pflegepersonal forderte die Männer zum Verlassen des Spitals auf und drohte mit dem Rufen der Polizei. "Außerdem haben wir ihnen Hausverbot erteilt", berichtete Noe. Am Dienstag trafen sich die Stationsverantwortlichen diesbezüglich zu einer Besprechung. Nun müsse "sofort gemeldet werden, wenn etwas auffällig ist".
Islam-Broschüren waren schon vor zwei Wochen aufgetaucht. "Man kam zuerst gar nicht drauf, dass es sich um radikalislamistisches Material handelt. Wir haben das aber sofort entfernen lassen", versicherte Noe.

 

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