Israel schickt erstmals Raumsonde zum Mond

Israel hat erstmals eine Raumsonde zum Mond geschickt. "Beresheet" begann ihre sieben Wochen lange Reise zu dem Erdtrabanten in der Nacht vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida).

Pünktlich um 2.45 Uhr MEZ startete eine Falcon-9-Rakete des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Tesla-Chef Elon Musk.

Gut eine Minute nach dem Start hatte die Rakete bereits Überschallgeschwindigkeit erreicht und schoss als leuchtender Streifen durch den Nachthimmel. Befördert wurde die Rakete mit mehr als 450 Tonnen Treibstoff, einer Mischung aus Kerosin und flüssigem Sauerstoff.

Das Raumfahrt-Kommando der US-Luftwaffe gratulierte auf Twitter zum erfolgreichen Start.

Die erste Raketenstufe landete anschließend wie geplant auf einer schwimmenden Landeplattform. Gut 30 Minuten nach dem Start dockte die Raumsonde von der Rakete ab.

Landung als Ziel

"Beresheet" ist der hebräische Name des 1. Buch Mose. An Bord der unbemannten Sonde, die etwa die Größee einer Waschmaschine hat, soll eine Zeitkapsel mit hunderten digitalen Dateien sein. Darunter ist auch eine Thora, die auf einem Träger in Münzgröße gespeichert ist. Zudem enthält die CD auch Erinnerungen eines Holocaust-Überlebenden. Am Mond soll nach der Landung die israelische Flagge gehisst werden.

Das kleine Israel will nach den Großmächten USA, Russland und China das vierte Land werden, das mit einem Raumschiff auf dem Mond landet. Bei einer erfolgreichen Landung wäre "Beresheet" zudem das erste privat finanzierte Raumschiff, das die Oberfläche eines anderen Himmelskörpers erreicht. Die Sonde hat zwar ein wissenschaftliches Gerät zur Messung des Magnetfeldes des Mondes; Hauptziel der Mission ist aber die Mondlandung als solche.

(isa)

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