Italiens Kreditwürdigkeit herabgestuft

Die US-Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit Italiens herabgesetzt - und das um drei Stufen. Als Gründe gab Mood's das langsame Wachstum und "politische Unsicherheiten" an. Die Regierung in Rom erklärte, die Herabstufung sei erwartet worden.

Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit von Italien angesichts der Skepsis an den Finanzmärkten deutlich herabgestuft.

Die Bonitätswächter begründeten die Absenkung des Ratings um drei Stufen von "Aa2" auf "A2" am Dienstag mit ökonomischen Unsicherheiten. Die Risiken für die italienische Wirtschaft seien gestiegen. Moody's warnte zudem vor weiteren Herabstufungen, indem die Agentur das Rating mit einem negativen Ausblick versah. Auch anderen Ländern der Euro-Zone drohen der Agentur zufolge weitere Herabstufungen.



Italien schwer defizitär

Der Euro gab in Folge der Ankündigung von Moody's zum Dollar nach, erholte sich aber später wieder. Ministerpräsident Silvio Berlusconi erklärte, die Herabstufung sei erwartet worden. Die Regierung arbeite daran, die von der EU-Kommission abgesegneten Budgetziele zu erreichen.

Für dieses Jahr erwartet die Regierung in Rom ein Defizit von 3,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, 2012 soll die Neuverschuldung auf 1,4 Prozent fallen. Für 2013 wird ein ausgeglichenes Budget angepeilt. Die enormen Schulden haben Italien ins Visier der Finanzmärkte gerückt: Das Land muss Anlegern historisch hohe Zinsen zahlen.


 

 
 

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