Jeder Fünfte stirbt, weil er falsch isst

Die Ernährung ist für mehr Todesfälle verantwortlich als jeder andere Risikofaktor. Die Schuld liegt aber nicht nur bei den ungesunden Nahrungsmitteln.

Etwa 20 Prozent der weltweiten Todesfälle lassen sich statistisch mit den Folgen schlechter oder falscher Ernährung in Verbindung bringen. Das sind pro Jahr rund elf Millionen Todesfälle. Dies ergibt sich aus einer neuen statistischen Studie, die in der britischen Fachzeitschrift "The Lancet" publiziert worden ist.

Laut der neuen Studie verursachte ein Mangel an Vollkornprodukten, Obst, Nüssen und Samen 2017 mehr Todesfälle als Ernährungsformen mit einem hohen Anteil an Transfetten, gezuckerten Getränken, rotem Fleisch und verarbeiteten Nahrungsmitteln, wie das Fachblatt mitteilte.

Studienautor Christopher Murray, Chef des Instituts für Gesundheitsstatistik der Universität von Washington, fügte hinzu: "Diese Untersuchung bekräftigt, was wir seit vielen Jahren gedacht haben: Eine schlechte Ernährung ist für mehr Todesfälle verantwortlich als jeder andere Risikofaktor."

Zu viel Salz, zu wenig Gemüse

Allerdings – so der US-Wissenschaftler – sei die Angelegenheit zwiespältig: "Während Salz, Zucker und Fette in den vergangenen 20 Jahren im Mittelpunkt der gesundheitspolitischen Debatte standen, deutet unsere Abschätzung darauf hin, dass die größten ernährungsbedingten Risikofaktoren sowohl eine hohe Salzaufnahme als auch ein Mangel an Konsum gesunder Nahrungsmitteln wie Vollkornprodukte, Nüsse, Samen und Gemüse sind."

Österreich schneidet nicht gut ab

Das Land mit den wenigsten ernährungsbedingten Todesfällen war im Jahr 2017 Israel mit 88,9 pro 100.000 Einwohner. Dann folgte Frankreich mit 89,1 Todesfällen pro 100.000. Spanien, Japan und Andorra waren ebenfalls unter den Besten.

In Italien waren es bereits 107,7 pro 100.000 in Österreich sogar 142,1 pro 100.000. Deutschland schnitt noch schlechter ab: 162,0 pro 100.000. (red)

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Maria Theresia von ÖsterreichGood NewsGesundheit

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