Jeder Leser sollte diese Google-Funktion kennen

Im Internet gilt es stets, Komfort und Datenschutz gegeneinander aufzuwägen.
Im Internet gilt es stets, Komfort und Datenschutz gegeneinander aufzuwägen.Bild: picturedesk.com
Die Option zur Selbstzerstörung von Informationen ermöglicht es, die Datenkrake in ihre Grenzen zu weisen.

Suchanfragen, Sprachaufnahmen, Standortverlauf, Browser-History: Google kennt unsere Gewohnheiten vermutlich besser, als wir selbst. Es ist kein Geheimnis, dass unser Verhalten im Internet ständig beobachtet wird. Datenfirmen erstellen Profile, um Einstellungen, Verhaltensweisen und Kauf-Gewohnheiten voraussagen zu können. Sich dem zu verwehren, ist äußerst schwierig. Google bietet jetzt eine Funktion, mit der die Datenkrake zumindest geringfügig gebändigt werden kann.

Unter myactivity.google.com können Nutzer einsehen, welche Daten Google über sie erfasst, und sie selektiv löschen. Nur die wenigsten dürften diese Möglichkeit aber regelmäßig nutzen. Eines der neuen Privacy-Tools macht die Säuberung der personenbezogenen Daten deshalb jetzt besonders komfortabel. Unter "Aktivitäteneinstellungen" kann man nämlich die automatisierte Löschung nach 3 Monaten oder 18 Monaten anfordern. Einmal aktiviert, ist keine weitere Mühe nötig.

Komfort gegen Datenschutz aufwägen

Ob und in welchem Zeitraum man seine Daten löschen lässt, muss jeder für sich entscheiden und dabei zwischen Komfort und Datenschutz abwägen. Je mehr Daten Google zur Verfügung stehen, desto besser können Dienste auf den Nutzer zugeschnitten werden. Ein kürzeres Intervall könnte die Qualität der Vorschläge, die Google präsentiert, also einschränken. Wir empfehlen, die Intervalle für die Such-History, YouTube und Ortungsdienste separat und je nach Nutzerverhalten einzustellen. Benützt du Google Maps als Navigationssystem und willst den maximalen Komfort? Dann nütze das längere Intervall. Hast du Bedenken, wenn Google genau weiß, wo du vor drei Jahren deine Ferien verbracht hast? Dann aktiviere den kürzeren Zeitraum.

Ständig unter Beobachtung

Google ist mit den Privacy-Funktionen anderen Dienstleistern wie Facebook einen Schritt voraus. Noch ist das Löschen von Google-Daten ein Tropfen auf den heißen Stein. Denn wer sich im Internet bewegt, ohne einen VPN-Dienst und spezielle Browser zu benützen, geht unzähligen Datensammlern ins Netz.

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