Jetzt geht Alaba-Papa George auf Hoeneß los

George Alaba wehrt sich im Vertragspoker gegen Aussagen von Uli Hoeneß.
George Alaba wehrt sich im Vertragspoker gegen Aussagen von Uli Hoeneß.Gepa Pictures
Der Vertragspoker zwischen Bayern und David Alaba verkommt zur Schlammschlacht. Papa und Berater George Alaba schießt gegen Uli Hoeneß zurück.

Die Fronten sind verhärtet! Seit Wochen verhandelt der FC Bayern mit ÖFB-Star David Alaba über einen neuen Vertrag. Der Klub will seinen Abwehrchef unbedingt halten. Sein Vertrag läuft nur mehr ein Jahr lang. Der Verein wird immer unruhiger, schließlich will man den 28-Jährigen nicht kommenden Sommer ablösefrei ziehen lassen. Kommt es zu keiner Einigung über einen neuen Langzeitvertrag, könnten die Münchner mit einem Verkauf in den kommenden Wochen noch viel Geld verdienen.

Ein Abschied von seinem Herzensklub scheint seit Sonntag immer wahrscheinlicher zu werden. War zuletzt immer von einer guten Verhandlungsbasis, einer bevorstehenden Einigung zu lesen, polterte Ex-Bayern-Boss Uli Hoeneß am Sonntag im deutschen Free-TV und kappte damit vielleicht das Band zwischen dem Alaba-Team und dem deutschen Rekordmeister.

Beim "Doppelpass" auf "Sport 1" nannte Hoeneß Alaba-Berater Pini Zahavi einen "geldgierigen Piranha", der einen schlechten Einfluss auf Alabas Papa und Co-Berater George ausübe. Zahavi ginge es nur ums Geld, er verlange "eine zweistellige Millionen-Summe" als Provision und fordere ein utopisches Gehalt für den österreichischen Teamstürmer, das über 20 Millionen Euro jährlich betragen soll.

Alaba-Papa nennt Hoeneß Lügner

Jetzt kontert George Alaba. Bei "Sky" setzt sich der 60-Jährige zur Wehr: "Über all die Jahre hinweg hatte ich mehrmals die Möglichkeit, David zu einem anderen Verein zu transferieren. Aber wir waren loyal und haben uns immer für einen Verbleib entschieden. Ich habe nicht damit gerechnet, dass der FC Bayern jetzt in der Öffentlichkeit schmutzige Lügen über Gehalts- und Provisionsforderungen streut."

"Zu behaupten, dass wir wegen einer solchen Zahlung bei Vertragsunterschrift nicht zu einer Einigung kommen, ist eine von diesen dreckigen Anschuldigungen. Und das alles nur, weil wir die von ihnen vorgelegten Zahlen nicht akzeptieren."

Auch Zahavi selbst widerspricht Hoeneß: "Ich habe zu keinem Zeitpunkt detailliert über eine etwaige Provisionszahlung mit den Bayern-Verantwortlichen gesprochen. Das einzige Mal, dass dieses Thema auf den Tisch kam, war bei unserem Treffen in Lissabon. Dort fragte mich Hasan Salihamidzic, wie ich mir das vorstellen würde. Ich sagte ihm, dass wir zunächst an einer Einigung mit dem Spieler arbeiten sollten, ich aber nicht mehr als das Übliche fordern werde."

Die Alaba-Seite dürfte dem Vernehmen nach immer noch an einer Verlängerung interessiert sein. Die Vorstellungen von Klub und Spieler klaffen aber nach wie vor um einige Millionen auseinander. Die "Bild" will wissen, dass die Bayern elf Millionen Fixum und sechs Millionen an möglichen Prämien bieten – macht gesamt mögliche 17 Millionen Euro jährlich.

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