Jetzt gibt es ein "Amazon für Cannabis"

Zwei Deutsche haben eine Plattform gegründet, die sich auf den Verkauf von Cannabis-Produkten spezialisiert.
Mehr als 1.000 Produkte von 40 Händlern befinden sich bereits im Sortiment einer Verkaufsplattform von Cannabis-Produkten, die von zwei Deutschen gegründet wurde.

Am 19. Februar 2020 startete "Cannaable". Ein klug gewählter Zeitpunkt. Denn das Geschäft mit der Pflanze boomt: Sie findet sich in Kleidung, Kosmetik, Nahrrungsergänzungsmittel und sogar Schokoriegeln.

Die Rede ist nicht von THC, den psychoaktiven Wirkstoff der weiblichen Hanfpflanze, sondern CBD, den nicht psychoaktiven Wirktstoff. Letzterer ist legal erwerblich. Die Plattform möchte nun in den legalen Handel für Cannabis einsteigen.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die Idee kam ihnen bei einem Spaziergang

„Wir wollen das Stigma, mit dem der Begriff ‚Cannabis' in Deutschland behaftet ist, bekämpfen", sagt Wiebelt gegenüber Businessinsider. „Cannabis ist nichts weiter als der botanische Name der Hanfpflanze, die ein nachhaltiger Rohstoff und ein sehr gesundes und nicht rauscherzeugendes Lebensmittel ist." Die Idee dazu ist ihnen bei einem Spaziergang gekommen.

In Deutschland muss man für die Vermarktung von CBD-haltigen Produkten einen Antrag auf Zulassung eines neuen Arzneimittels einreichen oder sie als eine neue Kategorie ("Novel Food") etablieren. Deswegen werden Produkte häufig umbenannt. Aus dem Lebensmittel Kaugummi wird dann das Kosmetikprodukt Zahnpflegekaugummi. Werbung auf Plattformen wie Google, Facebook und Ebay ist untersagt.

Bis zum Jahresende sollen 100 Händler auf der Plattform sein

Zertifkate über die Qualität sollen Seriosität der Seite garantieren. „Der Markt wird derzeit überschwemmt mit Cannabis-Produkten. Aber den Verbrauchern fehlt die Möglichkeit zum direkten Vergleich. Diese wollen wir auf unserer Plattform übersichtlich anbieten", betont der Gründer.

Unter den Händlern sind bereits große Anbieter wie "Canna-Welt" und "Breathe Organics". Bis zum Jahresende soll das Sortiment aus 100 Händlern anwachsen. Sollte es zu einer Legalisierung kommen, möchte die Plattform eine zentrale, länderübergreifende Anlaufstelle - nach dem Amazon-Prinzip -sein.
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