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Studioboss wollte Julia Roberts als Sklaven-Ikone

Bizarr: Ein Studioboss schlug vor, dass Julia Roberts die berühmteste Sklaven-Fluthelferin der USA, die schwarze Harriet Tubman spielen sollte.

Heute Redaktion
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    Julia Roberts: Heute Oscarpreisträgerin,...
    Julia Roberts: Heute Oscarpreisträgerin,...
    (Bild: Photo Press Service)

    Wer nicht glaubt, dass Schwarze in Hollywood benachteiligt werden, sollte sich diese irre Geschichte auf der Zunge zergehen lassen: Drehbuchautor Gregory Allen Howard versucht über 25 Jahren lang, sein Herzensprojekt zu verfilmen. Es ist die Geschichte von Harriet Tubman, die aus der Sklaverei floh, um dann anderen Sklaven aus der Gefangenschaft in den Südstaaten in die Freiheit zu führen. Sie ist in den USA eine Ikone.

    Das Filmprojekt scheiterte wieder und wieder. Erst am 1. November 2019 (!) kam "Harriet" in die US-Kinos.

    In einem Interveiw erzählte Howard nun von einem bizarren Erlebnis. Er hätte das Drehbuch in einem Studio vorgestellt. Einer der Studioboss im Raum, war von der Idee angetan: "Das Skript ist fantastisch. Wir sollten schauen, dass wir Julia Robert kriegen, um Harriet Tubman zu spielen."

    Zu der Zeit war Julia Roberts gerade heiß begehrt, hatte "Pretty Woman" und "Die Akte" gedreht.

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    Jemand im Raum traute sich, dem Boss zu widersprechen. Tubman sei eine Schwarze, wagte der Mitarbeiter beherzt anzumerken. "Das ist so lang her. Keinem wird der Unterschied auffallen", soll der Typ darauf zurückgemotzt haben.

    Erst der Erfolg von "12 Years a Slave" und später "Black Panther" und all das Geld, das die Filme eingespielt haben, hätte ermöglicht, dass nun Projekte wie "Harriet" möglich seien, ist Gregory Allen Howard dankbar.

    Den Film sollte man sich übrigens merken. Gut möglich, dass der Name bei den Oscar-Verleihungen noch öfter erwähnt wird.

    "Harriet" läuft seit 1. November in den US-Kinos