Jungstar Kvasina erlöst die Austria gegen Grödig

Der Wiener Austria gelang mit einem 1:0-Erfolg über den SV Grödig ein versöhnlicher Ausklang der Herbstsaison 2014. Lange sah es bei kühlen Temperaturen und magerem Besuch in der Generali Arena aber nach einem torlosen Remis aus, weil die Veilchen ihre Chancen nicht nützten. Erst das Nachwuchstalent Marko Kvasina erlöste in seinem zweiten Bundesliga-Einsatz die violette Fangemeinde.

Der Wiener Austria gelang mit einem 1:0-Erfolg über den SV Grödig ein versöhnlicher Ausklang der -Herbstsaison 2014. Lange sah es bei kühlen Temperaturen und magerem Besuch in der Generali-Arena aber nach einem torlosen Remis aus, weil die Veilchen ihre Chancen nicht nützten. Erst das Nachwuchstalent Marko Kvasina erlöste in seinem zweiten Bundesliga-Einsatz die violette Fangemeinde. 

Im Angriffszentrum der Wiener Austria entschied sich Coach Gerald Baumgartner erneut für Alexander Gorgon und damit gegen Ola Kamara und Roman Kienast, der erneut nicht im Kader stand. Hinter Gorgons Einsatz stand ein Fragezeichen, lag der Offensivspieler doch mit Grippe im Bett. Für das Spiel gegen Grödig wurde er aber wieder fit.

 

Von Beginn weg war die Austria erwartungsgemäß um Spielkontrolle bemüht, präsentierte sich im Umschaltspiel sehr agil. Erste Halbchancen vergaben Suttner mit einer Schussflanke (4.) und Gorgon, der ein weites Zuspiel nicht unter Kontrolle bringen konnte (6.). Lochpässe auf Meilinger und Royer wurden von Grödig-Keeper Cican Stankovic entschärft. 

Kaum gefährliche Torchancen

Trotz großer Feldüberlegenheit konnten die Austrianer dem mageren Besuch in der Generali-Arena bei zarten Plusgraden kaum einheizen. Es dauerte bis zur 19. Spielminute, als Koch nach Fersler-Doppelpass mit Grünwald erstmals dem Tor nahe kam und nur knapp verzog. 

Nach einer halben Stunde kamen die Gäste aus Salzburg etwas besser ins Spiel, versuchten ihre defensive Rolle abzulegen, zu einer Torchance kam die Baur-Elf trotzdem nicht. Stattdessen blieben die Veilchen gefährlicher. Eine Royer-Bogenlampe hätte sich in der 32. Minute beinahe über Stankovic hinweg ins Tor gesenkt, war aber zu hoch angetragen. 

Großchancen vor der Pause

Die bislang größte Chance fanden die Veilchen in der 38. Minute vor. Der Grödiger Linksverteidiger Christoph Martschinko spielte einen katastrophalen Fehlpass quer übers Feld, den Grünwald abfing und Royer einsetzte, doch der brachte den Ball nicht am starken Stankovic vorbei ins Tor. Die Fahrlässigkeit in der mageren Chancenverwertung hätte sich beinahe in der 43. Minute gerächt. Schneller Admira-Konter über den schnellen Jordy Reyna, doch der Peruaner brachte den Ball nicht am stark herauskommenden Heinz Lindner vorbei. 

Im Gegenzug wäre beinahe die Wiener Austria in Führung gegangen. Gorgon fuhr den Gegenstoß, ließ mit einem Haken die Grödiger Hintermannschaft aussteigen, aber semmelte den Ball frei stehend weit über das Tor. Ein herzerwärmendes Highlight bei kühlen Temperaturen erlebte die Austria-Familie in der Halbzeitpause, als das Veilchen Silvia ihrem Freund Gregor einen Heiratsantrag machte. 

Schwach nach Seitenwechsel

Nach Seitenwechsel versuchte der SV Grödig, die Gastgeber mit Tempo zu überraschen. Schütz startete einen schnellen Konter, nahm Lindner über links mit, doch der drehte ab und nahm Tempo aus dem Spiel (48.). Im Gegenzug fanden die Wiener die nächste Riesenchance vor. Suttner fand mit einer Flanke Gorgon, dessen Abschluss der starke Stankovic vor der Linie klären konnte. 

Das Toreschießen hätten die Austrianern den Gästen aus Salzburg beinahe abgenommen. In der 57. Minute lenkte Sikov eine Huspek-Flanke aufs eigene Tor, Austria-Keeper Lindner konnte in höchster Not parieren. Mit einer höher stehenden Grödiger Abwehr hatten die Veilchen zu Beginn der zweiten Hälfte mehr zu kämpfen. Die Baumgartner-Elf fand kaum eine Lücke, tat sich schwer im Erzeugen neuer Torchancen. 

Jungstar besorgte Führungstreffer

In der 69. Minute konnte die Austria wieder mit schnellem Umschaltspiel gefährlich werden. Der Grödiger Verteidiger Robert Strobl stoppte Gorgon mit einem Foul, den anschließenden gut angetragenen Freistoß von Alexander Grünwald konnte Stankovic spektakulär parieren. Kurz darauf setzte der spielfreudige Gorgon den freien Royer ein, dessen Abschluss weit über das Tor ging (71.). Im Gegenzug setzte Reyna einen Abpraller nur knapp neben das Tor. 
Gegen aggressiver attackierende Grödiger tat sich die Austria in der Folge immer schwerer. Es brauchte eine Standardsituation der Veilchen, um den erlösenden Führungstreffer zu erzielen. Und der gelang dem eingewechselten Jungveilchen Marko Kvasina in seinem erst zweiten Bundesliga-Einsatz. Meilinger brachte in der 77. Minute eine Flanke nach kurz abgespielter Ecke genau auf das Austria-Talent, das aus kurzer Distanz einnetzte. 

Die Schlussoffensive der Grödiger, die sich plötzlich mehr zutrauten, brachte aber kaum nennenswerte Torchancen ein. Die Wiener hatten sich ganz aufs Verteidigen konzentriert. Den letzten gefährlichen Freistoß der Salzburger zirkelte Stefan Nutz am kurzen Eck vorbei. 

Autor: Markus Weber

Die Stimmen und die technischen Daten auf Seite 2:

Gerald Baumgartner (Austria-Trainer): "Wir waren im gesamten Spiel dominant. Wir wollten unbedingt gewinnen. In der ersten Hälfte haben wir auch mehr Torchancen herausgespielt. Es war ein Arbeitssieg, aber ein verdienter. Kvasina hat sich auch schon im Training aufgedrängt."

Marko Kvasina (Austria-Torschütze): "Es war eine perfekte Flanke. Ich musste nur noch den Fuß hinhalten und drin war er. Das war ein unbeschreibliches Gefühl. Kurz bevor ich reingekommen bin, hat der Trainer gesagt: 'Du bist ein Großer, du schießt uns heute zum Sieg.'"

Michael Baur (Grödig-Trainer): "Wir haben die erste Hälfte vollkommen verschlafen. Da gab es viele Fehlpässe, wir haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Etwas überraschend kam von der Austria aber auch wenig Initiative. In der zweiten Hälfte sind wir besser ins Spiel gekommen, haben auch Chancen vorgefunden. Die Austria hat aber aus einer Unachtsamkeit von uns das Tor geschossen. Ich habe den Spielern gesagt, dass sie sehr stolz auf die Leistungen heuer sein können."

FK Austria Wien - SV Grödig 1:0 (0:0)

Wien, Generali Arena, 6.128 (richtig), SR Muckenhammer

Tor: 1:0 (77.) Kvasina

Austria: Lindner - F. Koch, Sikov, Rotpuller, Suttner - M. Leitgeb (65. Kvasina), Holland - Meilinger (85. Larsen), Grünwald, Royer - Gorgon (93. Serbest)

Grödig: C. Stankovic - Potzmann, Cabrera, Strobl, Martschinko (84. Hart) - Völkl (84. Sunday), Brauer - Huspek, Nutz, Schütz (67. Goiginger) - Reyna

Gelbe Karten: Suttner bzw. Cabrera, Völkl, Strobl, Reyna

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