Junker zur EU-Krise: "Es brennt an allen Ecken und E...

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EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker räumte am Mittwochabend in einer ZDF-Sendung ein, dass "wir es in der EU mit einer mehrfachen Krise zu tun" haben. Die Union habe sich zwangsläufig von den Menschen entfernt.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker räumte am Mittwochabend in einer ZDF-Sendung ein, dass "wir es in der EU mit einer mehrfachen Krise zu tun" haben. Die Union habe sich zwangsläufig von den Menschen entfernt. 
Klares Eingeständnis von Juncker: Die Europäische Union stecke in tiefen Schwierigkeiten. Zum ersten Mal müsse die Gemeinschaft nicht nur eine Krise bewältigen, sagte er Mittwochabend im ZDF. 

„Dies mal haben wir es mit einer Polykrise zu tun. Es brennt an allen Ecken und Enden - nicht nur an europäischen Ecken und Enden. Aber dort, wo es außerhalb Europas brennt, verlängert sich die Feuersbrunst nach Europa.“

Doch trotzdem blickt Junker optimistisch in die Zukunft, das Ende der EU ist nicht in Sicht. Er zeigte aber Verständnis für den Unmut der Bürger. Denn die Europäische Union habe sich zwangsläufig von den Menschen entfernt, es gebe Gräben so wie in den Einzelstaaten auch.

Das versuchte er bereits zu korrigieren. Die EU-Kommission kümmere sich nun vorwiegend um die großen Probleme und wolle sich nicht „im täglichen Klein-Klein“ verlieren. Auch suchten die Kommissare den Bürgerdialog und reisten in der ganzen Union umher. „Soweit vom pulsierenden Leben sind wir nicht entfernt“, sagte Juncker. 

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