Kälber-Transport gestoppt: Lkw hatte kaum noch Reifen

Symbolfoto einer Polizeikontrolle
Symbolfoto einer PolizeikontrolleLPD Kärnten
Die Polizei stoppte am Feiertag in Schrick (Bezirk Mistelbach) zwei völlige desolate polnische Lkw. Eine hatte 74 Kälber dabei, der andere 1100 Kilo ätzende Flüssigkeit.

Bedienstete der Autobahnpolizei Großkrut führten am Donnerstag auf dem Verkehrskontrollplatz Schrick der A5 Kontrollen durch. Dabei wurde gegen 8 Uhr ein mit 74 Kälbern beladener polnischer Tiertransporter angehalten und einer Lenker- und Fahrzeugkontrolle unterzogen. Bei der Kontrolle wurde festgestellt, dass der Tiertransporter geringfügig überladen war.

Weitaus erschreckender war dann aber die Kontrolle der Reifen. Einer war schon so abgefahren, dass das Gewebe bereits sichtbar war. Die Weiterfahrt wurde dem 27-jährigen polnischen Lenker wegen des gefärhrlichen Mangels untersagt und die Kennzeichen vorläufig abgenommen. Im Laufe des Tages schaffte er es Ersatzreifen aufzutreiben und durfte dann mit eine Anzeige im Gepäck weiterfahren.

Geheimer Gefahrenguttransport

Kurz darauf gegen 9:15 Uhr wurde ein weiteres polnisches Sattelkraftfahrzeug angehalten und ebenfalls einer Lenker- und Fahrzeugkontrolle unterzogen. Dabei wurde festgestellt, dass es sich um einen Gefahrguttransport handelt, der 1100 Kilogramm ätzende Flüssigkeit transportierte. Bei der anschließenden Gefahrgutkontrolle wurden insgesamt 20 Übertretungen nach dem Gefahrgutbeförderungsgesetz festgestellt.

Unter anderem war der Transport nicht mit den orangefarbenen Warntafeln als Gefahrguttransport gekennzeichnet, die Ladung nicht entsprechend gesichert, im Fahrzeug befanden sich nicht die erforderlichen Feuerlöschmittel, sowie Auffangbehälter und Kanalabdeckungen. Weiters war der Lenker, ein 31-jähriger polnischer Staatsbürger, nicht im Besitz einer Bescheinigung die ihm zum Transport der von gefährlichen Gütern berechtigt und er führte die erforderlichen Dokument für die Durchführung eines Gefahrguttransportes nicht mit. Dem 31-Jährigen wurde die Weiterfahrt bis zur Herstellung des gesetzmäßigen Zustands untersagt und er wurde der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde angezeigt.

Bei den Schwerverkehrskontrollen wurden weiters 18 Anzeigen wegen Missachtung des Feiertagfahrverbotes, vier Anzeigen wegen technischer Mängel, sechs Anzeigen wegen Überladung und 58 Anzeigen wegen Nichteinhaltung der Sozialvorschriften an die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde erstattet.

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