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Das älteste bewohnte Kloster der Christen

Das Katharinenkloster auf dem ägyptischen Sinai ist das älteste noch bewohnte Kloster des Christentums.

Heute Redaktion
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Auf der Sinai-Halbinsel in Ägypten auf dem Berg Sinai soll Moses einst die zehn Gebote empfangen haben. Diese Region ist für Christen, Juden und Muslime gleichermaßen bedeutsam. In der Nähe des Ortes Milga, im Süden von Sinai, befindet sich das heute älteste noch bewohnte Kloster des Christentums: Das Katharinenkloster.

Zu Ehren der Heiligen Katharina

Der damalige Herrscher des Byzantinischen Reiches, Justinian I. (auch Justinian der Große genannt), gab den Bau des Klosters zwischen zwischen 548 und 565 nach Christus in Auftrag. Das Kloster sollte der heiligen Katharina von Alexandrien gewidmet sein, einer der "Virgines capitales", der vier großen heiligen Jungfrauen.

Das Kloster ist aber nicht nur das älteste bewohnte, es beherbergt auch die zweitgrößte Sammlung alter Handschriften und Manuskripte – nur die Vatikan-Bibliothek hat noch mehr. Geschützt werden diese alten Schriften von der ursprünglichen Grundmauer, die Justinian I. erbauen ließ.

1844 wurde in der umfassenden Sammlung des Klosters der "Codex Sinaiticus" entdeckt – die fast vollständig erhaltene Bibelhandschrift stammt aus dem 4. Jahrhundert und ist somit eine der ältesten Version der heiligen Texte. Der Codex wurde durch den deutschen Theologe Konstantin von Tischendorf nach Russland gebracht und von der späterer Sowjetunion schließlich an Großbritannien verkauft.

Video: Das Kloster wurde zwischen 548 und 565 erbaut

(Quelle: Tamedia/20 Minuten)

Der heiligste Ort im Kloster selbst ist allerdings nicht die Bibliothek, oder die Sakristei, sondern ein Busch. Angeblich handelt es sich dabei um eben diesen brennenden Busch, den Moses sah. Im 4. Jahrhundert ließ Helena, die Mutter von Konstantin dem Großen, die Kapelle des brennenden Busches erbauen.

Beim Busch handelt sich um Rubus sanctus, die sogenannte Heilige Brombeere. Deren extrem lange Lebensspanne ist nicht nur der Grund für den heiligen Namen, sondern auch ein möglicher Beweis für das tatsächliche Alter des Klosters.

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    (mst/red/20 Minuten)