Kein neuer Feiertag, doch Strache gab Beamten frei

Im Streit um den Karfreitag will die Regierung keinen neuen Feiertag für alle einführen. Doch der Vizekanzler gab seinen Mitarbeitern 2018 an dem Tag frei.

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs zum Karfreitag hat zu einem heftigen Streit zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervetretern geführt. Die Einen wollen einen zusätzlichen Feiertag unbedingt verhindern, die Anderen pochen auf gleiches Recht für alle Arbeitnehmer – unabhängig von der Religionszugehörigkeit.

Die Entscheidung muss letztlich die Regierung treffen. Und das noch vor dem 19. April – auf jedes Datum fällt der Karfreitag heuer. Wie sieht aussieht, hat die ÖVP-FPÖ-Regierung bereits am Mittwoch angedeutet: einen neuen Feiertag für alle solle es nicht geben, die bisherige Regelung soll beibehalten werden. Sprich: Der Karfreitag soll nur für evangelische und altkatholische Arbeitnehmer als Feiertag gelten.

"Wünscht Ihnen schöne Feiertage"

Wie die "Krone" berichtet, ist diese Entscheidung eine pikante. Denn während die Regierung offenbar den Karfreitag als generellen Feiertag verhindern will, soll es ausgerechnet Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) als Bundesminister für öffentlichen Dienst und Sport am Karfreitag 2018 seinen Mitarbeitern frei gegeben und dabei speziell auf den Feiertag verwiesen haben.

In einem Schreiben, das der "Krone" vorliegt, wird Strache mit den Sätzen zitiert: "Im Namen des Herrn Vizekanzlers gebe ich bekannt, dass die Bediensteten des Bundesministeriums für öffentlichen Dienst und Sport am Karfreitag, 30. März 2018, ganztägig vom Dienst befreit sind. (...) Vizekanzler Heinz-Christian Strache wünscht Ihnen schöne Feiertage im Kreise Ihrer Familien und ich erlaube mir, mich diesen Wünschen anzuschließen!" (rfi)

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