Kickl will ALLE Corona-Toten obduzieren lassen

FPÖ-Klubchef Herbert Kickl (Archivbild)
FPÖ-Klubchef Herbert Kickl (Archivbild)Bild: picturedesk.com

Die FPÖ will jeden einzelnen Corona-Toten obduzieren lassen, um die genaue Todesursache feststellen zu können. Auch fordert sie mehr Tests. Herbert Kickl wirft der Regierung einmal mehr Panikmache vor.

Bei einer Pressekonferenz am Dienstag kündigte FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl an, die jüngsten Corona-Gesetzespakete von "Unsinnigkeiten" reinigen zu wollen. Dazu werde es mehrere Gesetzesanträge der Freiheitlichen geben.

Alle Toten obduzieren

Die FPÖ fordert unter anderem eine neue Teststrategie. Einmal in der Woche soll die Bevölkerung breit, anhand einer Stichprobe, getestet werden. Einmal im Monat solle es Antikörper-Tests geben. So könne man feststellen, "wie gefährlich das Virus tatsächlich ist".

Auch müsse jeder verstorbene Corona-Verdachtsfall lückenlos obduziert werden, um die genaue Todesursache feststellen zu können. "Es braucht Fakten anstatt Angsmacherei", sagt Kickl.

Qualität statt Quantität

Er kritisiert die Regierung scharf - für ihre vielen Pressekonferenzen und ihre "neue Normalität", die für den FPÖ-Klubchef nur ein anderer Begriff für "Ausnahmezustand" ist.

Statt Quantität - jeden Tag seit fünf Wochen mindestens eine Pressekonferenz - wünscht sich Kickl inhaltliche Qualität, die er vermisst. Mit den vielen Zahlen und Tabellen, die da immer hergezeigt werden, täusche die Regierung vor, über solides Wissen zu verfügen.

In Wirklichkeit sei es aber so, dass das nur zeigen soll, dass die verordneten Maßnahmen alternativlos sind. Es gebe dafür aber keine unbestrittene Basis, sagt Kickl. Es müsse die Frage erlaubt sein: "Was haben diese Maßnahmen gebracht?"

Angst und Schrecken

Kickl vermutet auch, dass die Regierung gar nicht mehr in eine "normale Normalität" zurückkehren will, denn in der "neuen Normalität" lasse es sich sehr gemütlich regieren. Das funktioniere nur, "wenn man die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt". Das tue die Regierung permanent.

Nun bekomme die Regierung aber folgendes Problem: Die Wirklichkeit unterstützt diese Horrorszenarien nicht mehr, sie sind nicht eingetreten.

Die Nationalratssitzung am morgigen Mittwoch werde sich jedenfalls einer "normalen Normalität" annähern. Die Sitzungen sind nicht mehr verkürzt, auch die Anzahl der anwesenden Abgeordneten wird nicht mehr begrenzt. Eine "wichtige und positive Entwicklung" sei es auch, dass es keine "zusammengepferchten Gesetzespakete" mehr geben wird.

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